Lawinensprengungen

13.000 Touristen in Zermatt sollen bald abreisen können

Die wegen Lawinengefahr eingeschlossenen Touristen in Zermatt können darauf hoffen, dass die gesperrte Bahnstrecke in den nächsten Stunden wieder geöffnet wird.

Foto: dpa

Die wegen Lawinengefahr eingeschlossenen Touristen in Zermatt können darauf hoffen, dass die gesperrte Bahnstrecke in den nächsten Stunden wieder geöffnet wird.

Zermatt.  Lawinensprengungen sollen vor Zermatt Unmengen Schnee von den Bergen holen. Rund 13.000 Touristen kommen sonst nicht vom Fleck.

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Mit kontrollierten Lawinensprengungen wollen Einsatzkräfte die Bahnstrecke zum abgeschnittenen Skiort Zermatt am Matterhorn wieder sicher machen. Dort sind Einheimische und rund 13.000 Touristen von der Außenwelt praktisch abgeschnitten.

"Die zuständigen Personen arbeiten mit Hochdruck an der Wiedereröffnung der Bahnstrecke Täsch - Zermatt", teilte die Gemeinde mit. Die Zufahrtsstraße und die Bahnlinie mussten wegen akuter Lawinengefahr geschlossen werden. Der Ort selbst war nicht bedroht. Die Pisten und Wanderwege ringsum waren aber geschlossen.

Die Strecke solle voraussichtlich im Laufe des Mittwochs wieder befahrbar sein, sagte der Einsatzleiter des Lawinendienstes, Bruno Jelk, dem Schweizer Fernsehen. "Wir müssen Lawinen sprengen können. Danach müssen wir das ganze Mattertal abfliegen und die Lawinenhänge einen nach dem anderen beurteilen", sagte er. Nur, wenn die Experten bei den Überflügen mit eigenen Augen sehen, dass die Gefahr gebannt ist, werden Bahnlinie und Straße freigegeben. In der Nacht bleiben die Strecken bei solchen Gefahrenlagen grundsätzlich geschlossen.

Lawinengefahr ist etwas gesunken

Lawinen können in vielen Gebieten ferngesteuert ausgelöst werden, weil an den Hängen für diesen Zweck schon in den Sommermonaten Leitungen gelegt werden. Das Gebiet wird weiträumig abgesperrt, damit die riesigen Schneemassen ohne Gefahr für die Menschen ins Tal rutschen können. Anschließend muss die rund fünf Kilometer lange Schienenstrecke von Schneeresten geräumt werden.

Weil es nicht mehr schneite, sank die Lawinengefahr etwas, wie Lawinenexpertin Christine Pielmeier dem Sender Radio Rottu Obewallis sagte. "Mit dem Ende von den intensiven Schneefällen rechnen wir nicht mehr mit so vielen spontanen Lawinen", sagte sie.

Einige Dutzend Touristen nutzten am Dienstag (9. Januar) die eingerichtete Luftbrücke, um sich mit dem Hubschrauber nach Täsch ausfliegen zu lassen. Sie fanden sich mit Koffern am Heliport ein, um Zermatt zu verlassen, wie das Schweizer Fernsehen zeigte. Die meisten Besucher blieben aber. In den Straßen herrschte teilweise ausgelassene Stimmung. Einige Geschäftsleute schenkten umsonst Wein aus, andere richteten kostenlos Käsegerichte an. Geschäfte und Hotelküchen waren gut ausgestattet, wie sie versicherten.

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