Euroleague

Alba Berlin überrascht mit Sieg gegen St. Petersburg

Berlins Martin Hermannsson (l) wird vom Petersburger Andrew Albicy bedrängt.

Berlins Martin Hermannsson (l) wird vom Petersburger Andrew Albicy bedrängt.

Foto: dpa

Berlin  Es brauchte ein paar Minuten, ehe die Berliner ihren Rhythmus fanden. Doch dann kamen sie gewaltig.

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1639 Tage mussten die Fans von Alba Berlin auf diesen Tag warten. So lange hatte der achtmalige deutsche Basketball-Meister nicht mehr in der Euro­league mitgespielt. Am Freitagabend war es nun so weit. Und die Rückkehr wurde zu einem schönen Erlebnis für 10.117 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena. Die Gastgeber bezwangen Zenit St. Petersburg nach einer überzeugenden Leistung 85:65 (47:31). Es brauchte ein paar Minuten, ehe die Berliner ihren Rhythmus fanden. Doch dann kamen sie gewaltig, zeitweise mit den vier Deutschen Niels Giffey, Tim Schneider, Kenneth Ogbe und Jonas Mattisseck gleichzeitig auf dem Feld. Nach einem 8:0-Lauf führte Alba 22:15. Zenits Star-Einkauf Gustavo Ayon, ehemals NBA und Real Madrid, musste mit blutender, gebrochener Nase nach einem Zweikampf in die Kabine.

Alba nutzte die Unsortiertheit der Gäste, seinen Vorsprung kontinuierlich auszubauen, verteidigte konzentriert, dominierte die Rebounds und traf aus der Distanz sehr gut. So wuchs die Führung beständig auf bis zu 16 Punkte. Es war zu spüren, dass St. Petersburg viele neue Spieler in seinem Team hat, die noch nicht harmonieren. Und der Plan von Alba, mit einer eingespielten Mannschaft einen guten Start in der Königsklasse hinzulegen, ging auf.

Dabei war es nicht entscheidend, wer auf dem Parkett stand. Sicher, Landry Nnoko (16 Punkte/7 Rebounds) ragte etwas heraus, die Neuen Marcus Eriksson (15 Punkte) und Tyler Cavanaugh (11 Punkte/6 Rebounds) machten einen guten Job. Seine bisher guten Leistungen in Pokal und Bundesliga bestätigte Kapitän Niels Giffey (10 Punkte). Und Spielmacher Martin Hermannsson gelangen erneut neun Korbvorlagen; er vertrat den verletzten Peyton Siva sehr gut.

Alba war deutlich stärker

Aber eigentlich muss man keinen einzelnen Spieler herausheben: Das Alba-Team war deutlich stärker als Zenit St. Petersburg, gewann jedes Viertel und kam niemals in ernsthafte Gefahr, die Partie noch aus der Hand zu geben. Rokas Giedraitis (9 Punkte) erklärte, warum: „Wenn du in jedem Moment und in jedem Training alle Energie und dein Herz ins Spiel bringst, dann bekommst du etwas zurück.“ Gestern war so ein Tag für Alba, das so schnell in der Euroleague angekommen ist.

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