BBL-Finale

ALBA kämpft um letzte Titelchance: "Können es besser machen"

Die ALBA-Profis Johannes Thiemann, Rokas Giedraitis und Luke Sikma (l-r).

Die ALBA-Profis Johannes Thiemann, Rokas Giedraitis und Luke Sikma (l-r).

Foto: dpa

ALBA muss am Sonntag in München gewinnen, sonst bleibt wieder nur die Vizemeisterschaft. Mut macht den Berliner Basketballern, dass sie in den ersten beiden Spielen immer nah dran waren.

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Berlin (dpa) – Nur ein Sieg kann ALBA Berlin noch helfen. Im dritten Finalspiel der Basketball-Bundesliga steht der Hauptstadtclub am Sonntag (18.00 Uhr/Magenta Sport und Sport1) bei Titelverteidiger Bayern München unter enormem Druck.

Schon wieder droht ein Titeltraum zu platzen, doch die Berliner machen sich selbst Mut. "Wir wissen, dass die Serie noch nicht vorbei ist. Wir fahren nach München und wollen das Spiel dort klauen", sagte Youngster Franz Wagner. ALBA liegt in der Best-of-Five-Serie 0:2 zurück.

Der Glaube an eine Wende ist weiterhin da. Vor allem, weil die bisherigen beiden Duelle nur knapp verloren gingen. "Wir waren immer eng dran. Es war für sie nie einfach. Sie müssen gut sein, um uns zu schlagen. Weil wir nie aufgeben", sagte Sportdirektor Himar Ojeda. Die letzte Aufholjagd am Mittwochabend wurde zwar nicht belohnt, aber sie soll Hoffnung machen. "Diese Energie vom letzten Viertel müssen wir mitnehmen", forderte Kapitän Niels Giffey.

ALBA wird sich vor allem unter dem Korb steigern müssen. In beiden Spielen ging das Rebound-Duell verloren. Vor allem Bayern-Center Devin Booker bekamen die Berliner zuletzt nicht in den Griff. "So etwas habe ich noch nie gesehen, der steht in der Luft", sagte Wagner bewundernd, betonte aber auch: "Wir müssen ihn irgendwie hindern, dass er nicht so frei hochspringen kann."

Noch ist es ALBA in dieser Serie nicht gelungen, konstant das Maximum abzurufen. "Wir haben immer noch das Gefühl, dass wir es besser machen können", sagte Guard Martin Hermannsson. Vor allem Leistungsträger wie Peyton Siva, Luke Sikma oder Rokas Giedraitis sind jetzt gefragt. Denn "viele von uns haben ihren besten Basketball noch nicht gezeigt", sagte Hermannsson und schloss sich mit dieser Kritik gleich selbst mit ein.

Dass die Bayern möglicherweise im Gefühl des sicheren Triumphes etwas nachlassen könnten, glaubt bei ALBA niemand. "Sie werden uns gleich wieder unter Druck setzen wollen", sagte Nationalspieler Johannes Thiemann. Deshalb müssen die Berliner an ihr Leistungslimit kommen. "Bei uns muss alles gut laufen, wenn wir so einen Gegner schlagen wollen", sagte Ojeda. Denn: "Bayern hat das bessere Team. Sie sind größer und härter. Sie haben viele teure und erfahrene Spieler."

Aber das ist für Ojeda noch lange keine Sieggarantie. "Wir haben weiter mehr als eine Chance", sagte Wagner. Nur muss ALBA dann über die gesamten 40 Minuten seinen schnellen Spielstil durchziehen. "Denn wenn wir unser Ding gut gemacht haben, lagen wir vorne", sagte Wagner. Trainer Aito Garcia Reneses fordert deshalb wieder höchste Intensität seiner Spieler. "Und wenn Bayern dann immer noch besser ist, kann ich auch mit einer Niederlage leben", sagte der Spanier.

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