Vorbericht

Heimbilanz von Phoenix Hagen gegen Frankfurt ist ausbaufähig

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen.   Sechs Heimspiele, nur ein Sieg: Die Bilanz von Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen am Ischeland gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt ist ausgesprochen ausbaufähig. Samstag kommen die Frankfurter wieder nach Hagen.

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Lediglich am 17. April 2014 siegten die Hagener daheim gegen die Hessen - mit dem eher untypisch niedrigen Endergebnis von 66:63. Phoenix-Topscorer damals war, wie so oft, David Bell. Doch ausgerechnet der Teamkapitän droht wegen seiner Rückenbeschwerden auszufallen, wenn man am Samstag die Skyliners zum siebten Mal in der Eliteklasse empfängt (18.30 Uhr, Arena am Ischeland/ live bei uns im Ticker). Dennoch macht Trainer Ingo Freyer deutlich: „Wir wollen da gewinnen, auch wenn Frankfurt eine tolle Mannschaft ist.“

Dass seinem Team dabei der Ausfall des wichtigsten Akteurs droht, will Freyer gar nicht übermäßig thematisieren. „Es ist normal, dass sich Spieler verletzen, das ist für uns Alltag“, sagt er, „mit der Situation müssen wir zurechtkommen.“ Zumal auch D.J. Covington seit Saisonstart wegen eines Bänderrisses fehlt, immerhin soll der Center in der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Mit Bell, der bereits bei der 82:97-Niederlage in Würzburg ab der Pause nicht mehr eingesetzt werden und seitdem bisher auch nicht trainieren konnte, rechnet der Phoenix-Trainer für Samstag voraussichtlich nicht. „Mich würde es wundern, wenn Dave spielen könnte“, sagte Freyer, „aber wer weiß. . .“

Im Schnitt keine 22 Jahre alt

Sollte Bell tatsächlich fehlen, muss Phoenix mit einer extrem jungen Aufbau-Garde gegen routinierte Frankfurter bestehen. Brandon Jefferson, Niklas Geske, Jonas Grof und J.J. Mann sind im Schnitt keine 22 Jahre alt. Dagegen bieten die Gäste neben A2-Nationalspieler Konstantin Klein und Max Merz mit John Little und Kapitän Quantez Robertson Guards mit reichlich Bundesliga-Erfahrung auf. Und mit dem aus Frankreich gekommenen Jordan Theodore einen neuen US-Spielmacher, der die Führungsrolle von Justin Cobbs übernommen hat. „Ein ähnlicher Typ wie Cobbs, sehr dominant, kräftig, mental sehr stark“, hat Freyer eine hohe Meinung von Theodore, auch beim jüngsten 63:58-Sieg der Frankfurter zum Auftakt des FIBA Europe Cup gegen die Niederländer aus Leiden habe er in der entscheidenden Phase die Akzente gesetzt.

Theodore ist einer von wenigen Neuen im Team von Skyliners-Trainer Gordon Herbert, neben Little kam noch der wurfgewaltige Tomas Dimsa aus Litauen. Ansonsten setzten die Frankfurter weitgehend auf Konstanz. Auf den deutschen Positionen ohnehin, neben Klein und Merz blieben auch die Nationalspieler Danilo Barthel und Johannes Voigtmann, wobei Letzterer bisher wegen Knieproblemen noch nicht spielen konnte und gerade erst wieder ins Individualtraining eingestiegen ist. Unter dem Korb blieben aber auch der athletische US-Center Mike Morrison und der Kanadier Aaron Doornekamp, während der Ex-Hagener Jacob Burtschi bei den Skyliners keinen neuen Vertrag erhielt. „Das ist eine sehr gewachsene Mannschaft“, charakterisiert Freyer die im Gegensatz zu Phoenix auf seinen sehr kontrollierten Spielstil setzenden Frankfurter: „Sie wollen unter die ersten Fünf in Deutschland - und das zurecht.“

Julian Jasinski fällt länger aus

Bei Phoenix fällt neben Covington und eventuell Bell auch Youngster Julian Jasinski länger aus, der am Fuß operiert wird. Für ihn soll einer der drei Doppellizenzler Marcel Keßen, Moritz Krume (beide bei ProB-Ligist Iserlohn Kangaroos) und Pascal Zahner-Gothen (von Regionalligist BG Hagen) in den Kader rücken, auch wenn Iserlohn und BG zeitgleich antreten.

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