Basketball

Herreras Dank an Phoenix Hagen klingt sehr nach Abschied

Sein letztes Spiel im Phoenix-Trikot? Alex Herrera (links), im Duell mit den Vechtaern  Jeremy Dunbar und Dirk Mädrich.

Foto: Jörg Laube

Sein letztes Spiel im Phoenix-Trikot? Alex Herrera (links), im Duell mit den Vechtaern Jeremy Dunbar und Dirk Mädrich.

Hagen.   Alex Herrera bedankte sich bei Mitarbeitern, Trainern, Mitspielern und Fans von Phoenix Hagen. Sein Saisonfazit klingt sehr nach Abschied.

Das Saisonfazit von Alex Herrera klang schon sehr nach Abschied. Bei der gesamten Organisation von Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen, Trainern, Physiotherapeuten und Mitspielern bedankte sich der US-Center, vor allem natürlich beim Anhang („Die besten Fans der Welt“), der dem 25-Jährigen früh ein eigenes Lied gewidmet hatte. Herrera - trotz Magen-Darm-Grippe auch beim letzten Spiel in Vechta auf dem Parkett, betonte - er sei stolz, dass das gesamte Team bis zur letzten Sirene gekämpft habe. Und schloss: „Traurig, dass es zu Ende gehen musste, aber ich bin dankbar für die Erfahrung.“

Ein Abschiedsgruß des Phoenix-Topscorers, effektivsten Spielers, besten Rebounders und Blockers der ProA? „Das kann man so verstehen“, räumte Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel ein, verwies aber auch auf einen Termin mit Herrera in den nächsten Tagen: „Bis dahin werde ich versuchen, durch zusätzliche Sponsorengelder den ihm vor ein paar Wochen vorgelegten Vertrag noch einmal relevant aufzustocken.“

Phoenix-Party am Freitag

Einen Transfer-Glücksgriff wie Herrera schaffe man nicht jedes Jahr, betonte Seidel. „Alex hat nicht nur den einen Entwicklungsschritt gemacht, den wir erhofft haben, sondern gleich drei“, sagte der Geschäftsführer, „damit ist er uns als Verein vielleicht einen Schritt voraus.“ Bis zur Phoenix-Party am Freitag hofft er auf eine Entscheidung, die auch Auswirkungen auf die weitere Teamplanung hat.

„Wenn Alex künftig woanders spielen wird, ist eher unwahrscheinlich, dass wir wieder zwei klassische Brettcenter mit Starter-Potenzial haben werden“, sagte Seidel, dann gehe die Tendenz neben dem bereits weiterverpflichteten Javon Baumann eher zu einem athletischen Vierer, der auch am Brett spielen kann.

Neben Herrera stehen zunächst die deutschen Positionen im Fokus. Also weitere Gespräche mit Jonas Grof und die Frage, ob der mit Jannik Lodders bestehende Zweijahresvertrag wirksam wird, Spieler und Phoenix haben bis Monatsende eine Ausstiegsoption. Am Samstag in Vechta hatte Lodders sein wohl bestes Saisonspiel abgeliefert.

In der Tabelle klettern

Bei der Phoenix-Party am Freitag im „Feuervogel 2.0“ werden alle Spieler bis auf den dann bereits in die US-Heimat fliegenden David Godbold da sein. Um eine „Achterbahn-Saison“ (Herrera), in der man das Ziel Play-offs erreicht hat, zu feiern. „Es ist nur schade, dass wir mit fünf Niederlagen aus der Saison gehen“, sagte Seidel, während Coach Magdowski betonte: „Das letzte Spiel in Vechta motiviert uns, in der Offseason intensiv zu erarbeiten, um im nächsten Jahr in der Tabelle zu klettern. Man darf nicht Achter werden, wenn man in den Play-offs eine Chance haben will, denn eine Übermannschaft gibt es immer.“

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