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Phoenix Hagen vertraut im Aufbau auf Rückkehrer Jonas Grof

Kehrt zu Phoenix Hagen zurück: A2-Nationalspieler Jonas Grof.

Kehrt zu Phoenix Hagen zurück: A2-Nationalspieler Jonas Grof.

Foto: Michael Kleinrensing / FUNKE Foto Services

Hagen.  Die zweite Wiederkehr zu Phoenix Hagen ist perfekt: A2-Nationalspieler Jonas Grof unterschrieb erneut beim Basketball-Zweitligisten.

Die nächste angestrebte Rückkehr eines Eigengewächses zu Phoenix Hagen ist perfekt: Allerdings war Jonas Grof - anders als der erste Neuzugang Dominik Spohr - nicht fünf Jahre weg aus Hagen, sondern nur fünf Monate: Der 21-jährige A2-Nationalspieler unterschrieb beim Basketball-ProA-Ligisten einen Vertrag für die nächste Saison, ist nach Spohr und Marco Hollersbacher dritter Spieler im künftigen Kader von Chefcoach Matthias Grothe. Und dritter gebürtiger Hagener. „Dass Jonas sich trotz Anfragen aus der Bundesliga für uns entschieden hat, spricht für seinen Charakter“, hob Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel hervor: „Und es ist ein außergewöhnlich positives Signal für den Standort Hagen und den Neubeginn. Jonas ist als Starting Point Guard vorgesehen, der unser Vertrauen genießt und in diese Rolle hineinwachsen soll.“

In der Bundesliga-Kaderliste auf der Phoenix-Webseite ist Grof aktuell noch verzeichnet mit der Nummer 22. Seine Daten - das gilt ansonsten allenfalls noch für Pascal Zahner-Gothen - können die Hagener ins Aufgebot für die erste Spielzeit in der ProA kopieren, er behält seine Trikotnummer. 49 Erstliga-Spiele hat der 21-Jährige bereits für Phoenix bestritten, nach dem Bundesliga-Lizenzentzug kamen nun seit Januar noch 25 in der ProA für die Oettinger Rockets hinzu. Und mit dem Team aus Gotha hat der 2,01 m große Akteur sogar der Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Doch angesichts stark zurückgehender Einsatzzeiten nach dem Trainerwechsel von Chris Ensminger zu Ivan Pavic war der Aufbauspieler mit der Situation in Thüringen nicht mehr zufrieden - und die Rückkehr nach Hagen naheliegend.

„Mein Ziel ist es, so viel wie möglich auf der Pointguard-Position zu spielen und dort viel Vertrauen zu bekommen“, erklärte der 21-Jährige die Rückkehr zu Phoenix, zu der der neue Trainer Matthias Grothe den Ausschlag gegeben habe. „Ich weiß, dass Matthias mir vertraut“, sagte Grof, der von seinem Stammverein BB Boele-Kabel 2012 zu Grothes Iserlohn Kangaroos wechselte. Und mit Doppellizenz parallel zu den Phoenix-Teams bis 2016 - unterbrochen nur von einem einjährigen Abstecher zur Lee Academy in die USA 2013/14 - in Regionalliga und ProB für die Iserlohner spielte. „Ich kenne Jonas’ enormes Potential als Aufbauspieler und bin davon überzeugt, dass er dies bei uns in der ProA abrufen kann“, betonte Grothe, dass der Rückkehrer im neuen Team eine große Rolle erhalten soll. Grof müsse sich an die große Verantwortung in einer starken Liga erst wieder gewöhnen, so Grothe: „Wer Jonas kennt, weiß, dass er dies mit seinem unglaublich guten Charakter und seinem Kämpferherzen wettmachen wird.“

Universiade ist das Ziel

Vertrauen in Grofs Fähigkeiten hat man - ungeachtet der geringer werdenden Spielzeit in Gotha - offenbar auch beim Deutschen Basketball Bund. Denn in dieser Woche wurde der bisherige U20-Nationalspieler, der im letzten Sommer mit der deutschen Auswahl Europameisterschafts-Platz vier geschafft hat, von Bundestrainer Mathias Fischer erstmals in den Kader der A2-Nationalmannschaft berufen. Vom 9. - 13 Juli startet das Team im Bundesleistungszentrum Kienbaum mit der Vorbereitung, großes Ziel in diesem Sommer ist die Universiade vom 19. bis 30. August im fernöstlichen Taipeh City. „Ich freue mich mega, dabei zu sein“, sagte Grof, „und werde alles versuchen, es zur Universiade zu schaffen.“ Im Spielaufbau hat der Hagener indes gehörige Konkurrenz, neben Ex-Teamkollege Niklas Geske (Rasta Vechta) wollen mit Ismet Akpinar (Alba Berlin), Besnik Bekteshi (Rasta Vechta) und Bazoumana Kone (Gießen 46ers) weitere Bundesliga-erfahrene Spielmacher in den Universiade-Kader. Schafft Grof den Sprung, fehlt er in einem größeren Teil der Phoenix-Saisonvorbereitung auf die ProA. Topfit will er trotzdem in seine vierte Spielzeit bei Phoenix gehen. Der Rückkehrer ist überzeugt: „Matthias weiß, dass man bei der Nationalmannschaft nicht schlechter wird.“

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