Basketball

Mit Schiene will Marco Hollersbacher für Phoenix spielen

Die Tipps von Kapitän Dominik Spohr konnte Marco Hollersbacher (rechts) nur kurz umsetzen, nach knapp zwei Minuten verletzte sich der Youngster in Karlsruhe.

Die Tipps von Kapitän Dominik Spohr konnte Marco Hollersbacher (rechts) nur kurz umsetzen, nach knapp zwei Minuten verletzte sich der Youngster in Karlsruhe.

Foto: Jörg Laube

Hagen.   In Karlsruhe erlitt Marco Hollersbacher einen Sehnenabriss am Finger, mit einer Schiene will er versuchen, am Freitag für Phoenix zu spielen.

Eine Erkältung hier, eine Bänderdehung dort: Mehr als kleine Blessuren hatte Phoenix Hagen in der Hinserie der 2. Basketball-Bundesliga ProA nicht zu beklagen, die Zehner-Rotation konnte stets auflaufen. Das änderte sich mit dem Start der Rückserie. Zunächst verletzte sich Kapitän Dominik Spohr gegen Hamburg am Knie, fällt wohl bis Ende des Monats aus. Bei der 63:77-Niederlage in Karlsruhe erwischte es Marco Hollersbacher, der nach einer Fingerverletzung nicht weiterspielen konnte. Der 17-Jährige erlitt einen Abriss der Strecksehne an der linken Hand, zunächst wurde eine längere Pause befürchtet. Mit einer Schiene will der U18-Nationalspieler nun aber versuchen, bereits am Freitag im Heimspiel gegen die Crailsheim Merlins (20 Uhr) wieder aufzulaufen.

Die genaue Ursache der Verletzung nach nur 106 Sekunden Spielzeit vermochte Marco Hollersbacher gar nicht mehr genau zu sagen. „Ich bin wohl an einem Block hängen geblieben“, mutmaßt er. Ein Finger stand unnatürlich ab, den Physiotherapeut Jens Rohwedder und der Karlsruher Teamarzt wieder versuchten einzurenken. Und angesichts großer Schmerzen kehrte Hollersbacher, der sich als Backup Spohrs längere Spielzeiten hätte ausrechnen können, nicht auf das Parkett zurück. Nach dem Röntgen am Sonntag fehlte er auch beim Spiel der Juniors in Bonn, ehe er gestern von Teamarzt Dr. Ludwin Ritter untersucht wurde. Und nun auf ein schnelles Comeback hofft.

„Am Donnerstag erhalte ich eine Schiene und versuche zu spielen, wenn der Finger bis dahin abgeschwollen ist“, sagt Hollersbacher, der so auch die Hoffnung auf die Teilnahme an seinem ersten Allstar-Spiel am Samstag in Göttingen - hier ist er wie Juniors-Trainer Falk Möller und Jasper Günther für die NBBL-Nordauswahl nominiert - noch nicht aufgegeben hat. Zumal der 17-Jährige in seiner noch jungen Karriere schon mehrfach von Verletzungen vor größeren Ereignissen zurückgeworfen wurde, etwa einer Knochenabsplitterung im Knie vor dem Top4 mit den Phoenix Youngsters 2015 am Ischeland.

Sollte Hollersbacher gegen Crailsheim nicht spielen können, wäre der Phoenix-Kader arg reduziert. Über einen externen Zugang würde Geschäftsführer Patrick Seidel aber erst nachdenlen, sollte Kapitän Spohr über die Partie am 21. Januar in Heidelberg hinaus fehlen. „Im Trainingsbetrieb wird es natürlich schwierig“, räumt er ein, da müsse man die Doppellizenzler Max Fouhy und Jonah Bredt intensiver einbinden.

Kein externer Ersatz

Und gegen den Tabellenzweiten Crailsheim und beim Fünften Heidelberg wären es für die Hagener auch in Bestbesetzung schwierige Aufgaben. „Und wenn man eine Gesamtleistung abliefert wie in Karlsruhe, wird es immer schwer“, sagt Seidel, „dann hat man auch in den Play-offs nichts zu suchen.“ Er sei aber sicher, dass das nur ein Ausrutscher gewesen sei. Auch Coach Kevin Magdowski zeigte sich überzeugt, dass man aus der Partie in Karlsruhe lerne: „Wir haben jetzt eine Woche mehr Zeit, um uns auf ein Spiel ohne Dominik vorzubereiten.“

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