Ole Wendt

Ole Wendt von Phoenix Hagen muss fünf Monate pausieren

Der Karriere von Ole Wendt droht derzeit ein Knick.

Der Karriere von Ole Wendt droht derzeit ein Knick.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen/Kiel.   Die sportliche Zukunft von Ole Wendt ist offen, nicht nur weil der Vertrag des A2-Nationalspielers bei Bundesligist Phoenix Hagen ausläuft. Nach einer Sprunggelenks-Operation kann der 21-jährige auch erst wieder in fünf Monaten Basketball spielen. Phoenix bietet Hilfe an.

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In seinem ersten Jahr war er der jugendliche Hoffnungsträger im Playoff-Team, übertraf die kühnsten Erwartungen. Saison zwei lief nach gutem Start schon nicht mehr so glatt, eher selten war Ole Wendt nun noch der Mann für frischen Schwung im Aufbau. Ob es eine dritte Spielzeit für den 21-Jährigen im Trikot von Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen gibt, erscheint derzeit ausgesprochen fraglich. Wie überhaupt der Karriere des A2-Nationalspielers gerade ein veritabler Knick droht. Nach einer Operation am Sprunggelenk kann Wendt fast ein halbes Jahr nicht spielen, was die Suche nach einem (neuen oder alten) Arbeitgeber nicht gerade einfach macht.

Drei Wochen an Krücken hat Ole Wendt gerade hinter sich, eine ähnlich lange Zeit mit starken Einschränkungen steht ihm im heimatlichen Kiel noch bevor. „Wie es weitergeht, weiß ich momentan nicht“, räumt er freimütig ein. Nach dem direkt auf das Saisonende folgenden zweiwöchigem Segeltörn auf der Ostsee ließ Wendt sich in seiner Heimatstadt am Knöchel operieren. „Ich hatte über einen langen Zeitraum immer wieder Schmerzen, auch wenn ich spielen konnte“, erklärt er, „wenn ich länger gewartet hätte, wäre der Knorpel wohl noch schwerer geschädigt worden.“

Auch so erwies sich der Schaden als gravierender als von Wendt erhofft, eine Verknöcherung wurde entfernt und der Knorpel geglättet. Wendt: „Erst in fünf Monaten kann ich wieder Basketball spielen.“ Zum A2-Nationalkader des neuen Bundestrainers Henrik Rödl gehört der Phoenix-Spielmacher so zwar, wird aber in der Kategorie „verletzt“ geführt und verpasst Lehrgänge und China-Reise im Sommer.

Und wo er an der Rückkehr aufs Parkett arbeitet und seine Basketball-Laufbahn im Herbst fortsetzt, ist völlig offen. Wendts Vertrag bei Phoenix läuft im Sommer aus, eine vor Beginn der letzten Saison und noch einmal während der Hinrunde angebotene Verlängerung hat er ausgeschlagen. „Ich wollte meinen Marktwert testen, aber jetzt bin ich natürlich in ungünstiger Situation“, räumt Wendt ein. „Von beiden Seiten standen die Zeichen gegen Ende der Saison eher auf Abschied“, sagt auch Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann, zumal es zwischen Spieler und Sportlicher Leitung rund um das letzte Saisonspiel in Tübingen „kleine atmosphärische Störungen“ gegeben habe: „Wir hatten das Gefühl, Ole ist mental schon woanders.“

Dass Wendt Phoenix in zwei Jahren viel gegeben habe, betont Herkelmann gleichwohl. „Dass er seine Leistung zuletzt nicht so konstant abgerufen hat, kann ja auch mit der Fußverletzung zu tun haben“, sagt der Geschäftsführer. Bei gut 14 Minuten Einsatzzeit und knapp vier Punkten im Schnitt erreichte der 21-Jährige vergleichbare Quoten zur Vorsaison. „Subjektiv habe ich mir sicher vorgestellt, dass ich eine bessere Rolle spiele“, war er selbst „ein bisschen unzufrieden“.

Für Herkelmann ist ein weiteres Engagement Wendts nicht ausgeschlossen. „Für einen jungen Spieler ist das eine schwierige Situation, das wirft ihn ein Jahr zurück“, weiß der Geschäftsführer, der selbst seine aktive Profi-Karriere nach dem zweiten Knorpelschaden im Knie beenden musste. „Wenn Ole will, bieten wir ihm die Gelegenheit, hier seine Reha zu machen, fit zu werden und die ersten Schritte zu tun“, sagt Herkelmann. Wendts Spieleragent Ingo Wolf habe man dies bereits signalisiert, ein Gespräch mit dem Spieler steht noch aus.

Interesse an Arber Tolaj

Bei ProB-Ligist Noma Iserlohn wird er zwar wohl nicht spielen, dennoch ist Phoenix weiter an Arber Tolaj interessiert. Der 20-jährige Guard (1,93 m groß, Positionen zwei und drei) spielte mit sechs anderen Kandidaten in der letzten Woche beim Tryout beider Klubs in Hagen und Iserlohn vor. „Ein sehr körperlich spielender Akteur“, sagt Herkelmann, „möglicherweise kann er mit Doppellizenz bei uns und einem anderen Partnerverein spielen.“ Der in Mönchengladbach geborene Tolaj war im letzten halben Jahr für ProB-Ligist Wolfenbüttel aktiv, erzielte 16 Punkte und vier Rebounds im Schnitt.

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