2. Basketball-Bundesliga ProA

Phoenix Hagen feiert in Baunach den achten Sieg in Folge

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Zusammen sind sie stark: Die ProA-Basketballer von Phoenix Hagen, hier nach einer Auszeit in Baunach, verabschieden sich mit acht Siegen in Serie aus dem alten Jahr.

Zusammen sind sie stark: Die ProA-Basketballer von Phoenix Hagen, hier nach einer Auszeit in Baunach, verabschieden sich mit acht Siegen in Serie aus dem alten Jahr.

Foto: Jörg Laube

Baunach/Hagen.   Sechs Tage nach dem 85:63-Heimsieg gegen die Baunach Young Pikes gewann Phoenix Hagen auch das Rückspiel in Bamberg, diesmal mit 75:67.

Phoenix Hagen bleibt das aktuell „heißeste Team“ der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Als solches war die Mannschaft des neuen Chefcoaches Chris Harris nach zuletzt sieben Siegen in Serie beim Rückrundenauftakt in Baunach angekündigt worden, und mit dem gleichen Attribut versehen trat der Tabellendritte nach dem achten Erfolg am Stück auch die Heimfahrt an. Der 75:67 (39:35)-Sieg bei den Baunach Young Pikes war nicht das Ergebnis einer Basketball-Demonstration, aber allemal verdient.

„Wir wussten, dass es auswärts deutlich schwerer werden würde als im Hinspiel“, hatte Harris sein Team vor dem Duell in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Sporthalle auf mehr Gegenwehr eingestellt als beim glatten 85:63-Erfolg sechs Tage zuvor am Ischeland. „Es war klar, dass der Gegner zuhause vor allem körperlicher präsenter auftreten würde.“

Harris über die Phoenix-Fans: "Das war toll"

Die Anfangsphase indes gehörte dem Phoenix-Team. Marco Hollersbacher, anstelle des verletzten Dominik Spohr wieder in die Startfünf berufen, glich mit dem ersten Hagener Korb zum 2:2 aus, Alex Herrera und Jonas Grof sorgten für eine 8:4-Führung nach dreieinhalb Minuten. Young-Pikes-Trainer Felix Czerny bat zu einer ersten Auszeit und rüttelte sein Team wach. Jetzt zeigten die Gastgeber vor rund 800 Fans jene Präsenz, die der Phoenix-Coach von Anfang an erwartet hatte.

Die Trefferquote der jungen Hechte blieb zwar weiter überschaubar, aber nach Fehlwürfen erarbeitete sich Baunach durch Offensivrebounds zweite und dritte Wurfchancen. Beim 12:11 lagen die Gastgeber wieder vorn, beim 19:15 führten sie erstmals mit vier Punkten. Die letzten 90 Sekunden des ersten Abschnitts gehörten wieder dem Phoenix-Team, das die Partie durch einen Dreier von Joel Aminu, ein Dreipunktspiel von Alex Herrera und den ersten Korb von Jeremy Dunbar wieder drehte. Mit einer 23:19-Führung ging es in die erste Viertelpause.

Das Harris-Team blieb in der Folgezeit vorn, ohne sich großartig absetzen zu können. „Die Mannschaft ist immer ruhig geblieben und hat die Übersicht behalten“, lobte Chris Harris am Ende sein Team, das neben Spohr auch den ebenfalls verletzten Jasper Günther ersetzen musste. Beide Akteure waren jedoch zur moralischen Unterstützung mitgefahren und erlebten von der Bank aus mit, wie ihre Kollegen Ende des dritten Viertels einen 53:47-Vorsprung verspielten und nach 29 Minuten plötzlich mit 53:54 hinten lagen. Harris stoppte den Negativlauf mit einer Auszeit, in den Schlussabschnitt gingen die Feuervögel dann mit einer 58:54-Führung.

Ein 8:1-Lauf zu Beginn des letzten Durchgangs schien dann endlich die Vorentscheidung zu bringen, aber Baunach gab auch beim Stand von 55:66 noch nicht auf. Näher als bis auf sechs Zähler (61:67) kam der Tabellenvorletzte allerdings nicht mehr heran, dann machten Joel Aminu, Topscorer Alex Herrera und Javon Baumann mit zwei verwandelten Freiwürfen zum Stand von 61:73 alles klar.

„Es war nicht einfach, hier zu gewinnen, ich bin froh, dass wir diese Aufgabe relativ souverän gelöst haben“, analysierte Chris Harris am Ende den achten Sieg in Serie sachlich und schickte ein großes Lob an die bald 100 mitgereisten Phoenix-Fans hinterher: „Wie die uns hier unterstützt haben, das war toll.“

Über Weihnachten ist jetzt ein paar Tage frei, bevor Ende der Woche die Vorbereitung auf das Heimspiel am 5. Januar 2019 gegen das Team Ehingen Urspring beginnt.

Phoenix Hagen: Davis (10), Dunbar (11), Hollersbacher (2), Aminu (6), Bredt, Lodders (14, 8 Assists), Grof (9), Fouhy, Baumann (2), Herrera (21, 8 Rebounds).

Baunach Young Pikes: Jelovic (2), Drell (14), Baggette, Tischler, Edwardsson, Pechacek (17), Seric (9), Keppeler (7), Heckel (10), Kullamäe (8).

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