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Rot-Weiss Essen darf jetzt nicht in Schlafmodus verfallen

RWE-Chefcoach Argirios Giannikis kann gegen Düsseldorf wieder auf Kai Pröger zurückgreifen. Foto: T.Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

RWE-Chefcoach Argirios Giannikis kann gegen Düsseldorf wieder auf Kai Pröger zurückgreifen. Foto: T.Tillmann Foto: Thorsten Tillmann

Essen.  Regionalligist Rot-Weiss Essen befindet sich seit dem Trainerwechsel im Aufwärtstrend. Gegen Düsseldorf will RWE den nächsten Schritt machen.

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An der Hafenstraße ist ja immer was los. Normalerweise geht es dort emotional und nicht selten turbulent zu. Entweder sie sprühen vor Euphorie, was schon lange nicht mehr der Fall gewesen ist, oder aber es kracht, was in dieser Saison nach vielen Enttäuschungen fast schon ein Dauerzustand zu werden schien. Doch seit vier Wochen ist es merkwürdig ruhig geworden bei den Rot-Weissen. Was Erfolg nicht alles bewirken kann. „Ich empfinde das als ganz angenehm“, sagt der Sportliche Leiter Jürgen Lucas. „Was aber nicht heißt, dass wir jetzt in den Schlafmodus verfallen. Wir sind auf einem guten Weg, haben aber noch einiges aufzuholen.“

Trainer Argirios Giannikis hat Wort gehalten. Als er Mitte Oktober als Nachfolger von Sven Demandt vorgestellt wurde, hatte er eine Priorität gesetzt: Man müsse die Mannschaft schnell stabilisieren, und das sei auch machbar. Natürlich gab es Skeptiker, die diese Zuversicht nicht teilten, allein schon aus so grotesken Gründen, dass der Fußballlehrer nicht im Westen verwurzelt sei. Aber der Neue aus dem Süden hat sie wohl überzeugt. Für Euphorie gibt’s jedoch keine Veranlassung.

RWE löste die Aufgabe im Verbandspokal gegen den Lokalrivalen ETB und sammelte aus drei Regionalligaspielen sieben Punkte. Die Ergebnisse stimmen, und ja, auch Spielkultur ist nach der System-Umstellung in Ansätzen wieder erkennbar. „Die Ausbeute ist gut“, sagt Giannikis. „Das Team hat auch schon viel von dem umgesetzt, was wir im Training erarbeitet haben. Und wir sind stabil und leidenschaftlich.“ Trotz des späten, unglücklichen Ausgleichs im Revierderby gegen RWO gab’s Applaus für eine ansehnliche Aufführung.

RWE trifft am Sonntag auf Fortuna Düsseldorf II

Der akribische Arbeiter Giannikis liebt die Sachlichkeit. „Wir haben eine Basis für die nächsten Wochen gelegt, in denen wir weitere Schritte nach vorne machen wollen.“ Am Sonntag wäre die nächste Gelegenheit dazu gegen den Tabellennachbarn Fortuna Düsseldorf II (14 Uhr, Hafenstraße). Es ist bereits das letzte Spiel der Hinrunde.

Beim 2:0-Erfolg in Erndtebrück hatten die Essener das gezeigt, was sie schon immer wollten, was ihnen aber selten gelungen ist. „Wir waren defensiv stabil und haben es auch insgesamt taktisch gut gemacht“, analysiert der Chefcoach. Dass die Rot-Weissen beide Tore nach Standards erzielten, ist wiederum für sie nicht so ungewöhnlich. Aber gut zu wissen, dass es funktioniert. Denn in Erndtebrück fehlten immerhin Marcel Platzek, mit acht Toren der erfolgreichste Schütze, und Kai Pröger, der fünfmal getroffen hat. Beide Angreifer haben ihre Gelb-Sperre abgebrummt und werden am Sonntag wieder auflaufen. Obwohl sich Giannikis da nicht festlegen möchte: „Eine Garantie gibt es für keinen Spieler. Wer in der Startformation stehen will, muss sich im Training aufdrängen. Das gilt selbstverständlich auch für Marcel und Kai.“ Dennis Malura musste mit Rückenproblemen unter der Woche eine Pause einlegen, David Jansen schmerzte die Achillessehne. Doch nur Robin Urban wird am Sonntag ausfallen. Er ist nach einem Muskelfaserriss im Aufbautraining.

Die Rot-Weissen können nun erneut beweisen, dass sie die Kurve gekriegt haben. Die Gäste vom Rhein haben da eine ganz andere Entwicklung genommen. Bis zum 6. Spieltag waren sie für viele überraschend ein Spitzenteam, das vier Spieltage lang sogar die Tabelle anführte. Danach ging’s jedoch bergab. Gleichwohl streute Düsseldorf immer wieder respektable Resultate ein. In Aachen lagen die Fortunen mit 0:3 zurück und schafften noch ein 3:3. Sie besiegten den BVB II, der als Titelkandidat gehandelt wurde, mit 2:0. Aus den vergangenen drei Partien holten die Gäste allerdings nur einen Zähler – beim 0:0 gegen Spitzenreiter KFC Uerdingen.

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