Finals 2019

Diskus-Ass Jasinski: Zum Glück kein Fußball bei den Finals

Daniel Jasinski jubelt bei den Olympischen Spielen in Rio.

Daniel Jasinski jubelt bei den Olympischen Spielen in Rio.

Foto: DPA

Berlin.   Für den Wattenscheider Diskus-Olympiadritten, Daniel Jasinski, endet Samstag bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin eine Leidenszeit.

Daniel Jasinski wird am Montag 30 Jahre alt. Vorher kann sich der Olympia-Dritte von 2016 in Berlin ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk machen: Der Diskuswerfer des TV Wattenscheid steigt am Samstag bei der Deutschen Meisterschaft im Olympiastadion nach einem Muskelbündelriss im Adduktor im Mai endlich in die Saison ein.

Wie fühlen Sie sich?

Daniel Jasinski: Soweit ist alles im Lot. Es ist ein gutes Gefühl, endlich in die Saison einsteigen zu können. Das lange Warten hatte mich ziemlich genervt.

Die Deutsche Meisterschaft ist Ihre erste Chance, die Norm von 65 Metern für die WM in Doha zu knacken.

Jasinski: Ja, zum Glück haben wir noch weitere Möglichkeiten, und es muss nicht direkt bei meinem ersten Wettkampf klappen. Es haben in Martin Wierig, Christoph Harting und David Wrobel schon drei starke Jungs die Norm geworfen. Da will ich in Berlin natürlich auch vorne mitmischen. Wenn mir ein guter Wurf gelingt, dann wird der schon weit fliegen (lacht).

An Berlin haben Sie allerdings nicht so gute Erinnerungen: Bei der EM im vergangenen Jahr, schafften Sie es nicht ins Finale.

Jasinski: Ich freue mich trotzdem auf Berlin. Hätte man schon vorher gewusst, wie schlimm meine Verletzung – ein Schambein-Ödem – war, wäre ich vielleicht besser gar nicht gestartet.

Die Stimmung im Olympiastadion war gigantisch. Was erwarten Sie am Wochenende?

Jasinski: Ich weiß nicht, ob es so sinnvoll ist, Deutsche Meisterschaften in so großen Stadien stattfinden zu lassen. Es ist eben keine EM. Vielleicht wäre es besser lieber kleine Stadien zu nehmen, die dann aber voll sind, statt in so ein großes Stadion zu gehen, und jeder zweite Platz ist leer.

Die DM findet im Rahmen der Finals statt. Was halten Sie davon?

Jasinski: Es ist ein schönes Konzept, so viele Deutsche Meisterschaften gleichzeitig stattfinden zu lassen. Es ist wie ein kleines Olympia. Für die Zuschauer ideal: Sie können sich ein langes Wochenende in Berlin machen und viele Sportarten sehen.

Aber hat die Leichtathletik dann nicht automatisch Konkurrenz, zu der die Zuschauer abwandern?

Jasinski: Nein, ich glaube, das verteilt sich gut. Zum Glück findet ja dort nicht die Deutsche Meisterschaft im Fußball statt – da würde die Sache dann anders aussehen… (lacht) So ist es eine gute Chance, den olympischen Sport wieder bekannter zu machen, in die Öffentlichkeit zu bringen.

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