Eishockey

Caporusso soll den Angriff der Iserlohn Roosters beleben

Luigi Caporusso steht vor dem Roosters-Comeback.

Foto: Michael May

Luigi Caporusso steht vor dem Roosters-Comeback. Foto: Michael May

Iserlohn.   Der Kanadier steht vor der Rückkehr zu den Roosters. Louie Caporusso hatte bereits zwei Jahre für den DEL-Klub aus Iserlohn gespielt.

Die Iserlohn Roosters haben offenbar einen weiteren neuen Spieler verpflichtet. Bereits gestern soll Ex-Stürmer Louie Caporusso einen Vertrag unterzeichnet haben. Eine Bestätigung des Klubs gibt es aktuell noch nicht.

Der Kanadier hatte von 2015 bis 2017 für den IEC gespielt, wechselte nach der letzten Serie nach Schweden zu Brynäs IF. Dort wurde der Vertrag bereits aufgelöst. Caporusso hat in dieser Serie sieben Spiele bestritten. Er ist der zehnte Kontingentspieler.

Nach dem unerwarteten 2:1 bei Tabellenführer München wollte Roosters-Trainer Rob Daum noch nicht von einem perfekten Spiel sprechen. „Aber es war das bislang kompletteste Spiel, seitdem ich hier bin“, zog er ein positives Fazit.

Das Team habe einen „great job“ gemacht, lobte er, schränkte aber ein: „Wir müssen noch viele Fehler vermeiden.“ Die seien allerdings inzwischen minimiert worden. Und sie seien an diesem ersten Sechs-Punkte-Wochenende auch nicht so häufig bestraft worden wie zuletzt. Dabei blendet er nicht aus, dass der erste Drei-Punkte-Heimsieg am Freitag gegen Augsburg durchaus glücklich zustande kam.

Rob Daums Bilanz: Acht Punkte aus fünf Spielen

„Wir machen kleine Schritte, aber wir müssen weiterhin besser werden in allen Belangen“, wiederholt der Pasanen-Nachfolger, der aus seinem bisherigen fünf Spielen drei Siege mit acht Punkten geholt hat. „Es ist angenehm, zwei Spiele an einem Wochenende gewonnen zu haben.“ Denn in der Liga gehe es sehr eng zu: „Da ist jeder Sieg, jeder Punkt wichtig.“ Man habe also keine Zeit, „Spiele wegzuschmeißen.“ Deshalb forderte er auch, der Strafbank fernzubleiben.

Mit den sechs Zählern befinden sich die Iserlohner wieder mitten im Konzert der Play-off-Kandidaten. „Aber wir geben uns mit Platz zehn nicht zufrieden“, sagte Verteidiger Christopher Fischer schon vor dem Duell in München selbstbewusst - und ließ Taten folgen.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg hat die gute Defensivarbeit, ausgehend von einem sehr starken Mathias Lange. „Die Torhüterposition ist die wichtigste im Spiel“, streicht Daum den Stellenwert eines Schlussmannes heraus, der stets zweimal gewinnen könne: mit dem Team, aber auch persönlich mit einem Shutout. Lange wiederum analysierte nach dem Trainerwechsel, dass das ganze System nun aktiver sei: „Wir investieren mehr, das geht auf die Pumpe. Das ist eine Umstellung, die dauert. Aber die Zeit haben wir nicht.“

Von Veränderungen nach dem Trainerwechsel sprach auch Marko Friedrich, der ebenfalls auf die Länderspielpause setzt. Die spielfreie Zeit müsse man nutzen, um sich komplett abzustimmen, dann seien die Roosters Favorit, sagte er nach dem Erfolg bei „Telekomeishockey“. Favorit worauf? Etwa auf den Titel? Der schnelle Stürmer grinste: „Ja klar!“

Oscar Eklund musste in der Klinik genäht werden

Ob sich am Wochenende die Personallage etwas entspannt, vermochte Rob Daum nicht zu sagen. Er hofft allerdings, dass Boris Blank ebenso wieder zur Verfügung steht wie der am Sonntag ebenfalls verletzt fehlende Blaine Down. In München verletzte sich zudem schon sehr früh Verteidiger Oscar Eklund. Er hatte sich eine Gesichtsverletzung zugezogen, der Cut wurde noch am Abend in einer Münchener Klinik genäht. Die Heimreise konnte der Schwede allerdings wieder antreten.

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