Spielbericht

Roosters: Costellos Comeback-Tor bringt die Entscheidung

Jack Combs traf beim 4:1 der Roosters gegen Ingolstadt.

Foto: Stefanie Albedyhl

Jack Combs traf beim 4:1 der Roosters gegen Ingolstadt. Foto: Stefanie Albedyhl

Iserlohn.  Die Iserlohn Roosters feiern gegen Ingolstadt vierten Sieg in Folge und sind das Team der Stunde. Schweigeminute für Matthias Grothe.

Die Roosters haben sich in der DEL zum Team der Stunde gemausert und derzeit nicht zu stoppen. Damit gelang ihnen das zweite Sechs-Punkte-Wochenende, das überzeugende 4:1 über Ingolstadt war der vierte Sieg in Folge. Der Trainerwechsel hat dem gesamten Team offensichtlich die erhofften Impulse gegeben, viele Spieler nähern sich der Form, die man im Vorfeld von ihnen erwartet hatte.


Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt 4:1 (0:0, 1:0, 3:1). Unmittelbar vor Spielbeginn herrschte in der Eissporthalle absolute Stille. Denn auch die Eishockeyfans gedachten des in dieser Woche verstorbenen Basketballtrainers Matthias Grothe und erwiesen ihm anschließend mit großem Applaus die letzte Ehre. Der krasse Gegensatz dazu nach dem Match: Da wurde ausgiebig und lautstark gefeiert, die Fans haben ihr Team wieder „lieb“.

Im Iserlohner Tor stand, wie erwartet, nach langer Verletzungspause wieder Sebastian Dahm. Auch Chad Costello feierte nach seiner Meniskusoperation sein Comeback. Dafür pausierte Neuzugang Louie Caporusso, der sich in Berlin am Knie verletzt hatte.

Nach Orendorz-Schuss ist Combs am schnellsten

Das erste Drittel verlief weitgehend arm an Höhepunkten, beide Teams arbeiteten Eishockey. Iserlohn besaß ein optisches Übergewicht, aber wirklich zwingende Chancen sprangen nicht heraus. Die beste Möglichkeit bot sich dem erneut sehr starken Marko Friedrich, dessen Schuss aber noch abgeblockt wurde. Diese Aktion leitete eine erste Drangphase des IEC ein. Von den stark dezimiert angetretenen Panthern ging offensiv zunächst eine überschaubare Gefahr aus, aber sie hielten die Null. Ihre beste Möglichkeit bot sich Mouillierat, Dahm hatte bei seiner Parade etwas Glück (14.). Bei einer Schussbilanz von 9:7 ging es torlos in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt wurde dann nach kurzer Anlaufphase intensiver geführt mit viel Hektik und verbissenen Zweikämpfen, bei denen aus Sicht der Roosters-Fans die Gäste häufig den Rahmen des Erlaubten ungeahndet überschritten.

Jason Jaspers besaß in Drittel zwei die erste große Chance, doch er scheiterte am starken Reimer (27.). Aber das war so etwas wie eine Initialzündung, die Hausherren drängten auf den Führungstreffer. Und den markierte schließlich der immer besser in Fahrt kommende Torjäger Jack Combs, vorangegangen war ein Schuss von Dieter Orendorz in das Gewühl vor dem ERC-Kasten, Combs reagierte am schnellsten und netzte ein (32.).

Aber sofort bemühten sich die Bayern um den Ausgleich. Den hatte Berglund auf dem Schläger. Die Panther setzten nach, Iserlohn hatte Mühe, sich zu befreien, löste allerdings auch das zweite Unterzahlspiel solide und konnte sich auf Dahm verlassen. Und die Blau-Weißen erspielten sich in der Schlussphase des Mitteldrittels die besseren Möglichkeiten. Combs verzog nach einer spektakulären Einzelaktion jedoch knapp aus der Drehung (38.), Justin Florek scheiterte frei vor Reimer (39.) und fand dann in Überzahl im Goalie seinen Meister. Die Partie stand weiterhin auf des Messers Schneide, die Schussbilanz von nun 21:21 untermauerte dies.

Bonsaksens Schlagschuss landet zum 2:0 ins Netz

Früh im Schlussdurchgang stellten die Hausherren die Weichen auf Sieg, als der Puck nach Alexander Bonsaksens Schlagschuss den Weg ins Netz fand, Combs hatte Reimer die Sicht genommen (42.). Zwangsläufig waren nun die Panther am Drücker, IEC-Trainer Rob Daum nahm eine Auszeit, um seinen Cracks Luft zu verschaffen (47.), die sich kaum befreien konnten.

Doch als das einmal klappte, brachte dies die Entscheidung. Combs ließ sich auch nicht von dem förmlich an ihm klebenden Sullivan stoppen, Orendorz übernahm die Scheibe und bediente Costello, der Reimer herrlich ausspielte und sein Comeback mit seinem dritten Saisontor krönte (48.). Nun wollten die Iserlohner noch mehr, erspielten sich gute Chancen, mussten aber dann doch noch ein Gegentor hinnehmen durch Olsen (53.). Doch dies brachte das Daum-Team nicht vom Kurs ab.. Mit einem Treffer ins leere Gehäuse besiegelte Chris Brown die siebte Niederlage der Panther in Folge.

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