Iserlohn Roosters

Neustart nach Trainerwechsel für Rooster-Goalie Lange

Torhüter Mathias Lange (li.) ist für die Roosters ein großer Rückhalt.

Foto: Stefanie Albedyhl

Torhüter Mathias Lange (li.) ist für die Roosters ein großer Rückhalt. Foto: Stefanie Albedyhl

Iserlohn.  Mathias Lange ist ein großer Garant des Aufschwungs der Iserlohn Roosters, aber auch Sebastian Dahm ist wieder fit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sie stehen bei jedem Eishockey-Team besonders im Fokus. Sie sind im Prinzip die Solisten einer Mannschaftssportart, und es gibt keine vergleichbare Position, die so final über Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann, wie jene des Torhüters. Das ist deutlich am Aufschwung der Iserlohn Roosters zu erkennen.

Mathias Lange hat mit seinen starken Leistungen maßgeblichen Anteil am Höhenflug der Roosters - just in einer Phase, als es auf ihn ganz besonders ankam. Denn sein Teamkollege Sebastian Dahm musste wegen einer Knieverletzung lange pausieren, so dass in der Folgezeit die „24“ ganz besonders gefordert war. Langes Paraden gegen Augsburg, in München oder Berlin waren ganz entscheidend für die Siege, an seinen Leistungen richteten sich seine Vorderleute auf. Mit einer Fangquote von 92,22 Prozent (Gegentorschnitt: 2,64) hat sich der Klagenfurter auf Platz sieben der DEL-Torhüterbilanz gespielt. Ähnliche Zahlen rief der 32-Jährige in der ersten Saisonphase oder der letzten Serie nicht ab. Hat der Trainerwechsel von Jari Pasanen zu Rob Daum also auch bei ihm etwas bewirkt?

Das System spielt für Torhüter eine nicht so große Rolle

„Natürlich war das auch für mich ein Neustart“, berichtet er von der Veränderung, die jedem Spieler durch „diesen frischen Wind auch eine neue Chance“ biete. Aber an seinem Spiel habe die Philosophie des neuen Coaches im Prinzip wenig geändert. „Ich muss mich weiter auf meine Leistung konzentrieren. Für mich spielt das System eine nicht so große Rolle, ich muss mein Spiel nicht ändern. Für mich ist es im Prinzip eher unwichtig, was die Jungs davor in der neutralen Zone machen.“ Aber natürlich ist es für ihn sehr hilfreich, wenn seine Vorderleute einiges an Gefahr von ihm fernhalten und ihm durch eine erfolgreiche Offensive etwas Druck nehmen.

Dass der Saisonstart so holprig laufen würde, hatte Mathias Lange nicht erwartet: „Wir haben uns selbst gewundert, dass wir uns anfangs so schwer getan haben. Aber wir wussten, dass wir gute Spieler haben, und wir haben immer an uns geglaubt.“ Dieser Glaube war, wie sich nun zu bewahrheiten scheint, berechtigt.

Am Sonntag beim 4:1 gegen Ingolstadt kam der Kärntner dann allerdings nicht zum Einsatz, Sebastian Dahm feierte nach seiner Knieverletzung sein Comeback und überzeugte bei seinem siebten Spiel ebenfalls. War der Wechsel für Lange angesichts seiner bestechenden Form ein Problem? Das sei okay gewesen, erzählt er. „Rob Daum hat mir das am Samstag erklärt. So eine Entscheidung muss man akzeptieren, auch wenn man einen Lauf hat.“

Der Erfolg der Mannschaft steht im Vordergrund

Mit Dahm (Fangquote: 89,42% ) hat Lange einen durchaus gleichwertigen Mitspieler in seinen Reihen. Wie bewertet er den Konkurrenzkampf mit dem dänischen Nationalspieler? Professionell. Es sei inzwischen in der DEL üblich, dass zwei starke Torhüter in einem Team stehen. „Ich schaue auf meine Leistung.“ Anderes könne er nicht beeinflussen. Lange sagt aber auch: „Natürlich will jeder spielen.“ Doch es zähle der Erfolg der Mannschaft.

Das hatte Neuzugang Dahm schon bei seiner Präsentation betont: „Wer nicht den Anspruch hat, die Nummer eins zu werden, ist im Sport falsch. Aber wir bilden ein Team.“ Und Lange führt noch einen weiteren Aspekt an: „Es tut auch mal gut, wenn man durchschnaufen kann.“ Das erklärt er auch mit Blick auf die nach der Länderspielpause folgende Intensivphase bis zu den Olympischen Spielen.

Intensiv wird es im Hause Lange auch in den kommenden Tagen werden, denn dann erwartet die junge Familie zum zweiten Mal Nachwuchs. Der kündigt sich auch bei den Dahms für Ende November an. „Deshalb bin ich auch nicht bei der dänischen Nationalmannschaft“, begründet die „31“ im Roosters-Tor seine internationale Abstinenz.

Die „dänische Wand“, so seine Bezeichnung nach der Weltmeisterschaft, zeigte sich nach seinem Einsatz gegen Ingolstadt zufrieden: „Das war für uns ein Superspiel.“ Und zum Aufschwung sagte er: „Wir spielen mit viel Selbstvertrauen.“ Er strich die gute Abwehrarbeit und die starke Leistung des Sturms heraus und lobte explizit die Leistungen seines Kollegen Lange: „Mathias hat zuletzt so gut gespielt.“

Nach Knieverletzung wieder in guter Verfassung

Eigentlich wollte Dahm schon vor einer Woche wieder spielen. „Aber wir haben uns entschieden, noch etwas zu warten. Jetzt habe ich wieder das Niveau wie vor der Verletzung und ein gutes Gefühl im Knie“, strahlt der 30-Jährige Zuversicht aus, dem Team wieder helfen zu können. Denn soviel scheint sich zum aktuellen Zeitpunkt abzuzeichnen: Ein Torwartproblem haben die Roosters derzeit wohl nicht. So sieht es auch Trainer Rob Daum, der künftig die Qual der Wahl hat: „Beide Goalies sind stark.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik