Eishockey

Roosters-Trainer Rob Daum: „Dieses Problem habe ich gerne“

Rob Daum, Trainer der Iserlohn Roosters.

Foto: Lukas Schulze

Rob Daum, Trainer der Iserlohn Roosters. Foto: Lukas Schulze

Iserlohn.   Vier Siege in Folge: Warum Rob Daum, Trainer der Iserlohn Roosters, die Pause trotzdem gut findet und welches Anzug-Problem er hat. Noch.

Rob Daum lächelte verschmitzt, griff mit Daumen und Zeigefinger an seine Anzugjacke und sagte: „Ich trage diesen Anzug nicht etwa aus Aberglaube, weil wir mit ihm immer gewonnen haben – nein, ich habe nur den einen.“ Was Daum damit zum Ausdruck bringen wollte: Nach seinem Arbeitsbeginn am 16. Oktober bei den Iserlohn Roosters blieb ihm bislang keine Zeit, etwa seine Wohnung einzurichten oder seinen Kleiderschrank über den Inhalt des Koffers, den er aus Kanada mitbrachte, hinaus aufzufüllen.

„Viele Dinge sind noch in Linz“, sagte Daum. Dort hatte er bis März die Black Wings in der österreichischen EBEL trainiert und dorthin führte ihn nach einem Zwischenstopp in Regensburg am Montag sein Weg, um einige zwischengelagerte persönliche Dinge abzuholen und sie ins Sauerland zu transportieren. Die freie Zeit bis zur nächsten Trainingseinheit am Freitag will der 59-Jährige nutzen, um in Iserlohn anzukommen, bevor am Samstag auch seine Ehefrau eintrifft.


Herr Daum, seit Ihrem Amtsbeginn haben die Roosters von sieben Spielen fünf gewonnen und sind nun Tabellenachter. Kommt die Pause nicht zu einem ungünstigen Moment?
Rob Daum: Nein, die Jungs haben wirklich nicht wenig gearbeitet in den vergangenen Wochen. Jetzt haben sie vier Tage frei, um sich psychisch und physisch zu erholen. Und dann haben wir endlich mehr Zeit, um hart an den Schlüsselstellen zu arbeiten.


Welche Schlüsselstellen meinen Sie?
Alle. (lächelt) Wir arbeiten an allen Dingen und haben viel Arbeit vor uns. Die Jungs haben in den vergangenen Spielen schon eine Menge gut gemacht, aber noch nicht so, wie ich es gerne gesehen hätte. Es gibt außerdem immer noch Situationen, in denen ihnen ein Lapsus unterläuft und wir müssen unsere Fehler minimieren.


Wie oft werden Sie die Mannschaft ab Freitag zum Training bitten?
Meine Philosophie ist, dass nur einmal täglich trainiert werden kann – dann aber entsprechend hart.


Roosters-Torwart Mathias Lange mit Nachwuchs nach dem Sieg gegen Ingolstadt. Foto: Ralf Rottmann Gegen den ERC Ingolstadt feierte Torwart Sebastian Dahm sein Comeback nach einer Knieverletzung. Wie haben Sie seine Leistung gesehen?
Sebastian hat super gehalten. Allerdings stand auch die Defensive deutlich besser als in den vorherigen Spielen und Sebastian wurde nicht so alleine gelassen, wie Mathias (Lange; Anm.d.Red.) in einigen Partien. Was Mathias zum Beispiel in Berlin für Paraden gezeigt hat – das war sehr beeindruckend.


Zugang Louie Caporusso fehlte gegen Ingolstadt, weil er sich in Berlin am Knie verletzt hatte. Droht eine längere Pause?
Nein, ich denke, dass Louie – ebenso wie Boris Blank – nach der Nationalmannschaftspause wieder mitspielen kann.


Dann werden Sie das Problem haben, dass Sie zu viele Lizenzspieler im Kader haben.
(grinst) Ich hoffe, dass ich dieses Problem haben werde. Es ist immer schwer, Spielern, die hart trainieren und sich anbieten, zu sagen, dass sie nicht mitspielen können. Aber das gehört zum Trainerdasein. Ich habe lieber dieses Problem, als dass ich nicht weiß, wen ich aufstellen soll.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik