Kommentar

Der 1. FC Köln ist vor dem Derby gegen Gladbach gespalten

Er soll Kölns Mannschaft langfristig stabilisieren: der neue Trainer Achim Beierlorzer.

Er soll Kölns Mannschaft langfristig stabilisieren: der neue Trainer Achim Beierlorzer.

Foto: Foto: Patrick Seeger / dpa

Die Mannschaft des 1. FC Köln hat in Freiburg gewonnen und hofft auf einen Sieg gegen Gladbach. Doch im Verein rumort es weiter. Ein Kommentar.

Das Rheinderby elektrisiert die Fußball-Fans aus Köln und Gladbach. Der 1. FC Köln möchte mit einem Derbysieg nach dem Last-Minute-Erfolg in Freiburg sportlich ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Dann wäre alles gut, oder doch nicht?

Sportlich schon, doch es rumort im Verein. Dies wurde schon in der Aufstiegssaison deutlich. Trainer Markus Anfang kam in Köln nicht an, die Ultras gifteten gegen den Vorstand. Das gipfelte im wohl emotionslosesten Aufstieg der Kölner Historie. Neuer Trainer, neue Liga – die Stimmung im Stadion ist mittlerweile wieder erstklassig. Doch es gibt weiterhin einige Brandherde, das bewies die Mitgliederversammlung vor wenigen Tagen.

Ein Abgang ohne Stil

Die nach dem Rücktritt von Präsident Werner Spinner verbleibenden Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach traten nach, wo sie nur konnten. Dieser Abgang hatte keinen Stil. Was auffiel: Für dieses Nachtreten gab es nicht nur Pfiffe, zahlreiche Mitglieder feierten Schumacher für den äußerst fragwürdigen Auftritt. Das zeigt: Der Verein ist gespalten, eine Einheit erkennt man derzeit nur auf dem Platz. Dementsprechend wartet die meiste Arbeit auf den neuen Präsidenten. Werner Wolf muss mit seinem Team den Traditionsverein einen. Damit in Zukunft nicht nur auf dem Rasen an einem Strang gezogen wird.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben