Kommentar

Warum 1860 München als abschreckendes Beispiel taugt

Der Strippenzieher bei 1860 München: Hasan Ismaik.

Der Strippenzieher bei 1860 München: Hasan Ismaik.

Foto: dpa

Essen.  Hasan Ismaik verlässt immer wieder die Grenzen des Anstandes. Der Geldgeber bei 1860 München könnte Anhänger verprellen. Ein Kommentar.

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Es ist nicht weit bis Dallas. Wer jenseits der Fernsehunterhaltung Intrigen, Ränke und undurchsichtige Geschäfte sucht, muss derzeit nur bis München schauen.

Bei 1860 haben sie allein in dieser Woche kritische Journalisten aus dem Stadion geworfen, den Torwarttrainer entlassen und am Freitag noch die Verpflichtung von Ian Ayre verkündet. Der war zuletzt Manager beim Klopp-Klub FC Liverpool.

Hasan Ismaik, Geldgeber und Strippenzieher bei den Löwen, will aufsteigen, koste es, was es wolle. Um sein Ziel zu erreichen, verlässt er mindestens immer wieder die Grenzen des Anstandes.

Ob die Verpflichtung des Briten wenigstens von Sachverstand getrieben war, kann zumindest bezweifelt werden. Zur Kompetenz Ayres in Sachen Fußball gibt es widersprüchliche Signale, und ob der Brite der richtige Mann ausgerechnet für die deutsche Fußballprovinz ist?

1860 München taugt bislang nur als abschreckendes Beispiel: Wenn Menschen mit Macht zur rechten Zeit die Kunst der Zurückhaltung nicht beherrschen, kann das eigentlich nur schief gehen – siehe Dallas: Die Gefahr, dass ein Traditionsklub wie 1860 erst zum nationalen Gespött wird und dann Anhänger verprellt, steigt im Wochentakt.

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