2. Bundesliga

Ex-Schalker Holger Badstuber rastet bei Stuttgart-Pleite aus

Foto: dpa

Stuttgart.  Der VfB Stuttgart hat sein Zweitliga-Heimspiel gegen Holstein Kiel mit 0:1 verloren. Holger Badstuber flog vom Platz und sorgte für einen Eklat.

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Eine Woche vor dem großen Schlagerspiel der beiden großen Aufstiegsfavoriten hat der VfB Stuttgart die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Schwaben unterlagen am Sonntag Holstein Kiel überraschend mit 0:1 (0:0) und bleiben mit 20 Zählern punktgleich hinter dem Hamburger SV auf Rang zwei. Der HSV kann den Vorsprung an der Spitze im Montagsspiel bei Arminia Bielefeld (18 Punkte) noch ausbauen.

Badstuber beleidigt Schiedsrichter Kempkes

Den Siegtreffer für die Kieler erzielte der Koreaner Jea-Sung Lee (55. Minute). Die Stuttgarter mussten über weite Strecken der zweiten Halbzeit auf Holger Badstuber verzichten. Kurz vor dem Gegentor wurde er wegen wiederholten Foulspiels des Feldes verwiesen. Damit kippte auch das Spiel. Der Ex-Nationalspieler sorgte im Anschluss an seinen Platzverweis für einen Eklat. Badstuber ließ sich zu einer obszönen Beschimpfung in Richtung von Schiedsrichter Benedikt Kempkes hinreißen, die über die TV-Mikrofone deutlich zu hören war.

Dem früheren Bayern- und Schalke-Profi könnte nun eine zusätzliche Strafe von Seiten des DFB drohen, sollte die verbale Entgleisung aufgegriffen werden. "Ich kann schlecht beurteilen, ob die Herren vom DFB jetzt was folgen lassen. Aber wer den Fußball kennt weiß, dass es nicht immer alles zaghaft ist". sagte VfB-Trainer Tim Walter bei der Pressekonferenz.

Der 30-jährige Badstuber hatte zuletzt für Wirbel gesorgt, weil er seinen Ex-Klub Schalke 04 scharf kritisierte. Er sieht seine Zeit im Ruhrgebiet im Rückblick als vertan an und wirft dem damaligen Manager Christian Heidel Unehrlichkeit vor. „Das waren einfach Lügen, dass sie nicht mit mir verlängern wollen. Für mich stand außer Frage, dass ich auf Schalke bleiben will“, sagte Badstuber dem Podcast Rasenfunk in einem ausführlichen Karriere-Rückblick.

Schon beim Wechsel vom FC Bayern nach Gelsenkirchen sei es unehrlich zugegangen, betonte der 30-Jährige, der seit Sommer 2017 beim jetzigen Zweitligisten VfB Stuttgart spielt: „Mir wurde etwas vorgegaukelt.“ Trainer Markus Weinzierl habe ihm gesagt, „er bräuchte meine Passsicherheit und Qualität. Sonst wäre ich nicht von Bayern weg.“ (mh mit sid)

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