Arminia Bielefeld

Vor 6:0-Sieg: Co-Trainer motivierte Bielefeld mit irrer Rede

Gegen Braunschweig fackelte Bielefeld ein Feuerwerk ab.

Gegen Braunschweig fackelte Bielefeld ein Feuerwerk ab.

Bielefeld.  Mit 6:0 fegte Bielefeld Braunschweig am Wochenende aus dem Stadion. Nun tauchte ein Kabinenvideo auf, das die Leistungsexplosion erklärt.

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Eigentlich konnte niemand so recht begreifen, was sich am Sonntag in der 2. Bundesliga zwischen Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig abgespielt hat.

Der Vorletzte hat den Aufstiegsaspiranten mit 6:0 aus dem heimischen Stadion geschossen. Braunschweig wurde von der Arminia in alle Einzelteile zerlegt. Jetzt ist auch klar, warum die Arminen wie aufgedreht gespielt haben.

Denn im Vorfeld der Begegnung gab es eine Motivationsrede von Bielefelds Co-Trainer Carsten Rump, die man so noch nicht gesehen hat. Vermutlich sucht Rump heute noch seine Stimme, denn in den 70 Sekunden hat er sich so verausgabt wie die Mannschaft anschließend auf dem Rasen.

"25.000 warten darauf, dass ihr gleich explodiert"

Vor dem Spiel versammelte sich die Mannschaft noch einmal in der Kabine, bildete einen Kreis. In den trat Rump, gab sofort Gas und emotionalisierte die Bielefelder auf eine Art und Weise, die es in sich hatte. Selbst einen Tag später bekommt man eine Gänsehaut, wenn man der Ansprache folgt. "25.000 warten darauf, dass ihr gleich explodiert", startet Rump seine Ansprache, um nachher auch die Familien der Spieler ins Boot zu holen. "25.000 wollen, dass ihr Gas gebt. Aber ein Punkt ist mir noch viel wichtiger. Ihr könnt alles, was hier in der Kabine passiert, bei euren Familien abladen. Und die sitzen jetzt auch auf der Tribüne und wollen, dass ihr ein Feuerwerk abbrennt. Und ihr müsst mir jetzt ein Versprechen hier ableisten, dass ihr für eure Familien alles gebt in den 90 Minuten. Und wir werden das Spiel gewinnen, versprecht ihr mir das?"

Gepackt von den Worten des Co-Trainers schreit die ganze Mannschaft ein packendes "Jaaaaaaaaaaa" heraus. Der Rest ist bekannt. Braunschweig wurde demontiert, alles fing an mit einem kuriosen Eigentor von Jan Hochscheidt. Julian Börner, drei Mal Reinhold Yabo und Keanu Staude machten den Sensationstag der Bielefelder perfekt. In der Folge mussten die Arminen-Profis an diesem Tag zuhause nicht viel abladen. Denn die Mannschaft konnte vor dem letzten Spieltag auf Platz 15 springen, das würde die Rettung bedeuten.

Rettung gegen Dresden in der eigenen Hand

Bielefelds Trainer Jeff Saibene betonte am Montag: "Rumpi hat diese besondere Fähigkeit. Und in besonderen Momenten nutzen wir sie für unseren Erfolg." Gegen Braunschweig hat das perfekt funktioniert. In einer Woche hat die Arminia mit dem Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden die Rettung nun in der eigenen Hand. Wir sind gespannt, was vor dem Auftritt bei Dynamo für eine neue Motivationsrede geplant ist. Die vom Wochenende zu überbieten, das wird allerdings richtig schwierig...

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