Kritik an Kommerzialisierung

St.-Pauli-Präsident Göttlich: Fußball "komplett entfesselt"

Oke Göttlich beklagt die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs.

Foto: dpa

Oke Göttlich beklagt die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs.

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Alhaurin el Grande FC-St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich beklagt die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs.

"Der Fußball ist komplett entfesselt, die Werte und gesellschaftliche Verantwortung werden rausgedrängt. Es gibt riesige Geldströme, die nicht mehr transparent sind, aus zweifelhaften Quellen", sagte Göttlich norddeutschen Zeitungen bei seinem Besuch des Zweitliga-Teams im Trainingslager im spanischen Malaga.

Es sei nicht gesund, noch mehr Geld in den Fußball zu pumpen. "Die Leistungsfähigkeit steigt nicht exponentiell mit der Summe, die einem Spieler gezahlt wird", sagte der 42 Jahre alte Vereinschef. Leidenschaft sei nicht über mehr Geld zu erreichen. "Verdienst macht satt."

Der seit 2014 amtierende Präsident bezeichnete einen möglichen Wegfall der 50+1-Regel als "Worst-Case-Szenario". Vereine wie der FC St. Pauli hätten es immer schwerer, ihre Werte zu verteidigen. Wir sind nicht blauäugig. Dennoch sind wir wirtschaftlich erfolgreich wie nie und leben unsere Werte wie noch nie."

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