3. Liga

Drama in der 3. Liga: Würzburg steigt in letzter Minute auf

Großer Jubel in Würzburg: Die Kickers sind in die 2. Bundesliga zurückgekehrt.

Großer Jubel in Würzburg: Die Kickers sind in die 2. Bundesliga zurückgekehrt.

Foto: Getty

Würzburg.  Die Würzburger Kickers haben sich mit einem Tor in der Nachspielzeit das Ticket für die 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Chemnitz steigt ab.

Ein Last-Minute-Tor vom Elfmeterpunkt hat den Würzburger Kickers das glückliche Ende im packenden Saisonfinale der 3. Liga beschert. Die Franken sicherten sich durch das 2:2 (1:1) gegen den Halleschen FC den zweiten Tabellenplatz hinter Meister FC Bayern II, der nicht aufsteigen darf, und vor Eintracht Braunschweig. Vorjahres-Absteiger FC Ingolstadt schaffte es nach dem 2:0 (0:0) beim TSV 1860 München zumindest in die Relegation. Im Tabellenkeller verpasste der Chemnitzer FC trotz eines 4:2 (0:0) gegen Hansa Rostock die Rettung und muss runter

Würzburgs Torschütze Sebastian Schuppan konnte seine Tränen nicht zurückhalten: „Ich bin vor drei Jahren hergekommen, wir hatten das Ziel, aufzusteigen. Jetzt ist die Mission beendet.“ Auch Kickers-Coach Michael Schiele war im Interview bei Magentasport überglücklich: „Schuppi haut das Ding noch rein, das ist ein Drehbuch für die Saison“, sagte der Trainer. „Der ganze Verein hat es verdient, insbesondere die Mannschaft, geiles Gefühl.“

Schuppan traf in der dritten Minute der Nachspielzeit per Handelfmeter und stellte obendrein eine neue Bestmarke auf: Der torgefährlichste Abwehrspieler der Liga hat es jetzt geschafft, mit vier unterschiedlichen Vereinen aufzusteigen.

Bis weit in die Nachspielzeit hinein sah es noch danach aus, als würde Ingolstadt aufsteigen. Am Ende genügte den Schanzern die Treffer von Maximilian Beister und Dennis Eckert Ayensa nicht. Trotzdem darf das Team von Trainer Tomas Oral weiter hoffen. Der FCI darf in der kommenden Woche die Relegationsspiele gegen den Zweitliga-16. 1. FC Nürnberg bestreiten, welche die früheren Bundesligisten MSV Duisburg (4:0 gegen SpVgg Unterhaching) und Hansa Rostock (2:4 gegen Chemnitzer FC) wie auch 1860 München verpassten.

Aufsteiger Braunschweig verliert in Meppen

Braunschweig hatte sich schon am 37. Spieltag das Ticket für das Unterhaus gesichert und kassierte zum Abschluss der Spielzeit eine 3:4 (1:3)-Niederlage beim SV Meppen, bei dem im Vorfeld unter anderem Trainer Christian Neidhart verabschiedet wurde. Drittliga-Meister Bayern II (0:1 beim 1. FC Kaiserslautern) darf als Zweitvertretung des Bundesliga-Champions nicht in der 2. Liga spielen.

Chemnitz half der Sieg gegen Rostock nicht weiter, die Sachsen steigen mit 44 Punkten aus 38 Spielen wegen der um einen Treffer schlechteren Tordifferenz als Tabellen-17. in die Regionalliga ab. Dafür hält der FSV Zwickau die Klasse. Das Team von Joe Enochs profitierte von einem starken Schlussspurt und einem torlosen Remis beim SV Waldhof Mannheim.

Außerdem verabschiedete sich der FC Carl Zeiss Jena mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Mitabsteiger SG Sonnenhof Großaspach aus der 3. Liga. (dpa)

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