Uerdingen

Protest gegen KFC: Presserunde ohne Cottbus-Trainer Wollitz

Trainer Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus nach dem 2:1-Erfolg in Duisburg gegen den KFC Uerdingen.

Trainer Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus nach dem 2:1-Erfolg in Duisburg gegen den KFC Uerdingen.

Foto: firo

Duisburg.  Aufregung beim KFC Uerdingen rund um das 1:2 gegen Cottbus: Fans protestierten gegen Boss Ponomarev und Gäste-Trainer Wollitz kam nicht zur PK.

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Lange mussten die anwesenden Journalisten auf die Trainerstimmen zur Partie KFC Uerdingen gegen Energie Cottbus (1:2) warten. Eine Pressekonferenz fand am Sonntag allerdings nicht statt. Cottbus-Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz sagte diese kurzfristig ab.

Grund dafür war ein Vorfall, der unter der Woche nicht nur bei den Fans des KFC für großes Kopfschütteln sorgte. KFC-Präsident Mikhail Ponomarev hatte via Twitter öffentlich gegen Ex-Trainer Norbert Meier nachgetreten und dessen Verpflichtung als „größten Fehler“ seiner dreijährigen Amtszeit in Krefeld bezeichnet. Aus Solidarität und Respekt zu Meier verzichtete Wollitz auf die Teilnahme an der Pressekonferenz.

Seinen Boykott erklärte Wollitz so: „Das macht man einfach nicht, wie gewisse Sachen nach außen hin dargestellt werden. Wenn man sich von einem Trainer trennt, dann erwarte ich Respekt von beiden Seiten.“ Grund genug für Wollitz‘ Boykottentscheidung, die für den Trainer schon vor dem Spiel klar war. „Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass ich unabhängig vom Spielausgang nicht zur Pressekonferenz gehen werde“, sagte Wollitz.

Fans kritisieren das Verhalten von Ponomarev

Am Ende feierte er mit Cottbus in Duisburg einen enorm wichtigen Dreier im Abstiegskampf der 3. Liga. Der KFC Uerdingen hingegen vergeigte die Premiere von Neu-Trainer Heiko Vogel, der den umstrittenen Ponomarev-Tweet und den anschließenden Boykott seines Trainerkollegen wie folgt einschätzte: „Jeder darf seine eigene Meinung vertreten. Aber es gibt sicherlich die Möglichkeit, das Ganze anders zu begründen.“

Der mangelnde Respekt von Ponomarev brachte auch die eigenen Anhänger auf die Palme. Kurz vor Wiederanpfiff präsentierten die KFC-Fans auf einem großen Banner: „Auf Twitter blamiert. Zur Lachnummer mutiert. Professionelle Strukturen. Jetzt!“ Eine klare Forderung mit Blick auf das Verhalten von Mikhail Ponomarev. Die lauten Nebengeräusche abseits des Platzes scheinen sich aktuell auch auf den Auftritt auf dem Rasen auszuwirken.

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