Bundesliga

Ärger um Schalke-Leihgabe: Tekpetey will Fortuna verlassen

Nicht glücklich in Düsseldorf: Schalke-Leihgabe Bernard Tekpetey.

Nicht glücklich in Düsseldorf: Schalke-Leihgabe Bernard Tekpetey.

Foto: Firo

Düsseldorf  Der Leih-Vertrag von Bernard Tekpetey läuft noch bis 2021. Aber der 22-Jährige hat keine Lust mehr, unter Düsseldorf-Trainer Rösler zu spielen.

Die Saison-Bilanz von Bernard Tekpetey ist enttäuschend: Nur neunmal kam der Leihspieler von Schalke 04 bei Fortuna Düsseldorf zum Einsatz, bereitete lediglich einen Treffer vor. In den vergangenen acht Spielen stand er nicht einmal mehr im Kader von Trainer Uwe Rösler. Dem 22-Jährigen reicht es: Er will Düsseldorf verlassen: "Ich werde auf keinen Fall bei Fortuna bleiben und nicht mehr unter diesem Trainer spielen!“, sagte er der Bild-Zeitung. Der Ghanaer fühlt sich offenbar hintergangen.

Schalke hat Tekpetey für zwei Jahre an den Bundesliga-Absteiger verliehen. Doch schon unter Rösler-Vorgänger Friedhelm Funkel kam der 22-Jährige kaum zu Einsatzzeiten. Der Berater des Stürmers erhebt Vorwürfe gegen die Verantwortlichen von Fortuna: „Lutz Pfannenstiel hat uns damals in Absprache mit Friedhelm Funkel einen Plan für Bernard aufgezeigt. Es wurde aber kaum etwas davon eingehalten. Es hieß, wenn sich Bernard nicht verletzt, würde er 20 bis 25 Saisonspiele machen. Am Ende kam er aber nur auf 9 Einsätze", sagt Jerry Brempong der Bild.

Fortuna-Bosse sollen Wechsel im Winter abgelehnt haben

Einen Wechsel im Winter sollen die Fortuna-Verantwortlichen abgelehnt haben, weil für ihn die Wende kommen sollte. Doch auch unter Rösler sei es nicht besser geworden, klagt Berater Brempong: "Bernard pendelte zwischen Tribüne und Ersatzbank.“ Zuletzt soll Rösler ihn aus dem Training aussortiert haben.

Das Vertrauen sei mittlerweile "bei Null". Brempong zufolge soll Rösler sogar gesagt haben, Tekpetey brauche gar nicht mehr kommen, er könne Zuhause trainieren. Doch Fortuna-Manager Uwe Klein stellt klar: "Davon weiß ich nichts. Ich habe alle Spieler beim Training gesehen.“

Düsseldorf-Manager Klein plant weiter mit Tekpetey

Der 50-jährige Nachfolger von Lutz Pfannenstiel plant weiterhin mit dem Schalker-Leihspieler: „Wenn ein Spieler enttäuscht ist, kann er nicht einfach sagen, dass er nicht mehr kommen möchte. Er hat ja einen Vertrag unterschrieben! Bernard kann nächste Saison einen großen Mehrwert für uns haben.“

Schalke hatte Tekpetey 2016 ablösefrei von der UniStar Soccer Academy in Ghana verpflichtet. Zunächst spielte er in der U23. Zwei jahre später verkaufte der Revierklub den Stürmer an den SC Paderborn. Nach einer erfolgreichen Saison in der Zweiten Liga machte Schalke von der Rückkaufoption Gebrauch, verlieh ihn weiter nach Düsseldorf. (lo)

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben