DFB-Einzelkritik

BVB-Profi Julian Brandt enttäuscht auf ganzer Linie

Julian Brandt konnte in Estland nicht überzeugen.

Julian Brandt konnte in Estland nicht überzeugen.

Foto: dpa

Tallinn.  Die deutsche Nationalmannschaft hat das EM-Qualifikationsspiel in Estland mit 3:0 (0:0) gewonnen. In der Offensive enttäuschte ein BVB-Spieler.

Manuel Neuer: Ballsicher wie eh und je. Note: 2,5.

Lukas Klostermann: War vor der Partie an vier der letzten sechs DFB-Toren beteiligt. Gegen die Skilanglaufnation Estland beschränkte er sich auf viele schnelle und lange Läufe. Note: 4.

Emre Can: Man darf gut und gerne von einem völlig verkorksten Sonntag sprechen. Erst der Wirbel um die Social-Media-Aktivitäten des Turiners, dann die Notbremse nach 13 Minuten und schließlich der folgerichtige Platzverweis. Der Juve-Profi hat sich den richtigen Tag für sein erstes Rot seiner Karriere ausgesucht. Ohne Note.

Niklas Süle: Libero, Manndecker, Passmaschine, Aufbauspieler. Der baumlange Bajuware hat viele Talente. Note: 3.

Marcel Halstenberg: Passte sich am Tag der Amateure bestens an. Note: 4,5.

Joshua Kimmich: Musste nach nicht einmal einer Viertelstunde aus dem Mittelfeld für Can zurück in die Viererkette rücken. Allzu viel hielt es den Münchner allerdings nicht hinten. Note: 3.

Ilkay Gündogan: Hatte am Abend mit den Füßen weniger Probleme als am Nachmittag mit dem „Like“-Daumen. Seine beiden Führungstreffer gehörten in die „Ausgerechnet“-Kategorie des Fußballs. Seine Vorlage zum 3:0 war das i-Tüpfelchen. Note: 1,5.

Julian Brandt (bis 86.): Daumen runter für den Dortmunder. Enttäuschte auf ganzer Linie. Note: 4,5.

Nadiem Amiri (ab 86.): Durfte sich freuen, auf dem Platz ein wenig mitzufrieren.

Kai Havertz: Normalerweise wird einem warm um ums Herz, wenn man dem Leverkusener beim Fußball zuschaut. Im eiskalten Tallinn fehlte allerdings nicht nur die Kaltschnäuzigkeit. Note: 4.

Marco Reus (bis 77.): Er wird es nicht gerne lesen, aber der Borusse zeigte nach dem frühen Platzverweis Mentalität. Hatte beim Pfosten-Freistoß Pech, bei der Hackenvorlage zum 2:0 dann Glück. Note: 2,5.

Suat Serdar (ab 77): Spielte sich mit seinem 13-Minuten-Pflichtspieldebüt fest für Deutschland. Ohne Note.

Luca Waldschmidt (bis 66.): Fiel in Tallinn genauso auf wie am Mittwoch in Dortmund. Nämlich gar nicht. Note: 4.

Timo Werner (ab 66.): Brauchte fünf Minuten, um die Forderung eines Startelfplatzes mit Taten zu unterfüttern. Ohne Note.

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