Bundesliga

2:0! Der BVB revanchiert sich in Bremen für Pokalpleite

BVB-Riese Erling Haaland ist nicht zu bremsen. In Bremen sorgte er für den 2:0-Endstand. Hier schreit er die Freude über sein Tor heraus.

BVB-Riese Erling Haaland ist nicht zu bremsen. In Bremen sorgte er für den 2:0-Endstand. Hier schreit er die Freude über sein Tor heraus.

Foto: AFP

Bremen.  Borussia Dortmund bleibt im Rennen um die deutsche Meisterschaft. Bei Werder Bremen gewann der BVB nach einer Leistungssteigerung mit 2:0 (0:0).

Achraf Hakimi war wohl selbst etwas erstaunt, wieviel Platz er da auf einmal hatte: Jadon Sancho hatte einen Steilpass gespielt, Hakimi war einfach durchgelaufen – und alle Abwehrspieler von Werder Bremen einfach stehen geblieben. Hakimi hob den Kopf, sah den heranrauschenden Erling Haaland. Ein Pass, ein Schuss und es stand 2:0 für Borussia Dortmund. Es war die Entscheidung in einer Partie, die der BVB schließlich verdient 2:0 (0:0) gewann – obwohl er sich lange schwergetan hatte.

Trainer Lucien Favre setzte erneut auf die Startelf, die am Dienstag Paris Saint-Germain im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel mit 2:1 besiegt hatte. Vom Schwung jenes begeisternden Auftritts war allerdings im Bremer Weserstadion überhaupt nichts zu sehen. In den ersten Minuten fehlte dem BVB komplett die Spannung, es spielte nur Werder. Nach und nach kamen die Schwarz-Gelben zwar etwas besser in die Partie und auch zu mehr Spielanteilen. Allerdings fehlte im Spielaufbau die so oft von Favre geforderte Geduld. Immer wieder wurden lange Bälle nach vorne geschlagen, wurden Pässe in Zonen gespielt, in der sehr wenige Dortmunder sehr vielen Bremern gegenüber standen. Die unnötig riskanten Aktionen führten zu vielen Ballverlusten und wenig Raumgewinn.

Nur einmal gab es in der Anfangsphase so etwas wie Gefahr, als Emre Can aus 20 Metern abzog, der Ball aber deutlich über das Tor flog (8.). Doch auch Bremen gelang nach vorne nicht allzu viel, obwohl die Dortmunder Abwehrspieler sich einige Wackler erlaubten. Der Ex-Dortmunder Ömer Toprak lenkte einen Freistoß knapp neben das Tor (34.), Davie Selke konnte den Ball im Strafraum in Richtung Tor stochern – ohne dass Bürki damit große Mühe gehabt hätte (40.).

BVB-Torwart Bürki klärt vor Werder-Stürmer Rashica

Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm die Partie ein wenig Schwung auf: Raphael Guerreiros scharf getretener Freistoß flog unberührt durch den Strafraum, Werder-Torhüter Jiri Pavlenka aber klärte mit starker Parade (43.). Und auf der Gegenseite musste Roman Bürki blitzschnell aus seinem Tor eilen, um vor dem heranstürmenden Milot Rashica zu klären (45.). So ging es ohne Tore in die Pause – was aus Dortmunder Sicht zumindest ein deutlicher Fortschritt gegenüber des 0:2-Rückstands beim DFB-Pokalspiel zweieinhalb Wochen zuvor war.

Die zweite Halbzeit bot zunächst kein anderes Bild – doch dann kamen die Chancen: Zunächst sorgte ein abgefälschter Fernschuss von Guerreiro sorgte für etwas Gefahr (50.), dann wurde Erling Haalands erster Schuss noch eben zur Ecke gelenkt (52.) – und dann lag der Ball plötzlich im Bremer Tor: Sancho hatte die Ecke geschlagen, Dan-Axel Zagadou sich wuchtig durchgesetzt und mit dem linken Fuß abgeschlossen (52.). Es war bereits das 16. Bremer Standard-Gegentor der laufenden Saison.

BVB-Star Haaland trifft nach Hakimi-Zuspiel

Und der BVB setzte nach: Guerreiro steckte nach feinem Solo durch auf Haaland, doch der blieb an Pavlenka hängen (54.). Bis zum mittlerweile obligatorischen Treffer des Norwegers sollte es aber nicht mehr lange dauern: Sancho schickte Hakimi, Haaland wählte einen klugen Laufweg und konnte die Hereingabe des Marokkaners sicher verwerten (66.).

Das Spiel war entschieden, die demoralisierten Bremer hatten nichts mehr zuzusetzen. Der eingewechselte Johannes Eggestein verzog noch einmal knapp (79.), mehr kam nicht. Auf der anderen Seite verschaffte sich Haaland im Strafraum noch einmal etwas Raum, seinen Schuss aber klärte Pavlenka per Fußabwehr (80.).

Durch den Sieg hält der BVB sich mit vier Punkten Rückstand auf Schlagdistanz zu Tabellenführer FC Bayern München – während Werder auf Rang 17 immer ärger in Abstiegsnöte gerät.

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