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BVB erwartet wegen Corona-Krise deutliche Verluste

Ungewisser Blick voraus: Die Corona-Krise belastet den BVB - wie stark, ist noch nicht sicher zu sagen.

Ungewisser Blick voraus: Die Corona-Krise belastet den BVB - wie stark, ist noch nicht sicher zu sagen.

Foto: dpa

Dortmund.  Im dritten Quartal erzielt der BVB zwar einen Gewinn. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet er aber heftige Verluste - und wagt keine Prognose.

Einen genauen Blick in die Zukunft wagt Borussia Dortmund noch immer nicht, die Corona-Pandemie macht dem Bundesliga-Zweiten die wirtschaftliche Planung weiterhin schwer bis unmöglich. "Unsicherheiten und Unwägbarkeiten bleiben trotz einer nunmehr zeitnah im Mai 2020 möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebes der Bundesliga Saison 2019/2020 und dem derzeit nicht vorhersehbaren weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten in hohem Maße bestehen",heißt es in der Erklärung zu den vorläufigen Geschäftszahlen der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA für das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2019/20.

Alle Einnahmen- und Erlösfelder seien weiterhin von negativen Auswirkungen betroffen, insbesondere aufgrund der Geisterspiele, die noch eine ganze Weile nötig sein werden. Die Geschäftsführung gibt daher noch keine neue detaillierte Ergebnisprognose ab, geht jedoch davon aus, "dass kein positives Konzernjahresergebnis für das gesamte Geschäftsjahr 2019/2020 erzielt wird". Im Raum steht eher ein gewaltiges Minus, das sich nach Informationen dieser Redaktion im achtstelligen Bereich bewegen dürfte. und auch für das kommende Jahr sind Verluste zu erwarten - jedes Geisterspiel mindert die Einnahmen um etwa drei Millionen Euro. Existenzbedrohend, so heißt es, sei die Lage aber weiterhin nicht.

BVB erzielt Gewinn im dritten Quartal

Denn der BVB hat in wirtschaftlich erfolgreichen Zeiten Rücklagen geschaffen, er hat sogar im dritten Quartal von Januar bis März noch einen kleinen Gewinn erzielt, obwohl schon ab Mitte März kein Fußball mehr gespielt wurde. 1,1 Millionen Euro waren es, und damit deutlich weniger als die 29,4 Millionen Euro im Vorjahres-Quartal. Für das gesamte bisherige Geschäftsjahr liegt der Gewinn bei 4,1 Millionen Euro anstatt 47,1 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Den Rückgang allerdings erklärt der Klub vor allem damit, dass 38,2 Millionen Euro weniger durch Transfers erwirtschaftet wurde. Inklusive Transfers lagen die Umsatzerlöse für die ersten drei Quartale bei 431,8 Millionen Euro, ohne Transfers bei 316,4 Millionen - im Vorjahreszeitraum waren dies 297,6 Millionen.

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