Demonstrationen

Rechte Demos: BVB-Fanabteilung fordert Zeichen gegen Rechts

"Borussia verbindet": BVB-Fans setzen mit diesem Banner ein Zeichen gegen Rassismus und rechte Gewalt.

"Borussia verbindet": BVB-Fans setzen mit diesem Banner ein Zeichen gegen Rassismus und rechte Gewalt.

Foto: dpa

Dortmund.  Rechtsradikale demonstrieren am Mittwoch in Dortmund. Die BVB-Fanabteilung ruft dazu auf, sich an Gegenkundgebungen zu beteiligen.

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Die Fanabteilung von Borussia Dortmund ruft zur Teilnahme an Kundgebungen gegen rechte Demonstrationen am Tag der Deutschen Einheit auf. "Aus unserer Sicht dürfen sich antisemitische und volksverhetzende Szenen, wie in der letzten Woche in Dorstfeld, in unserer Stadt Dortmund nicht wiederholen", heißt es auf der Facebook-Seite der BVB-Fanabteilung. "Wir rufen alle Demokraten auf, sich an den parallel stattfindenden Kundgebungen für ein offenes, tolerantes, friedliches und menschliches Miteinander zu beteiligen und so mit ihrer Stimme ein klares Zeichen zu setzen."

Demonstrationen rechter Gruppierungen sind laut Polizei für diesen Mittwoch um 15 Uhr am Nordmarkt und für 17 Uhr am Sonnenplatz angemeldet. "Steht auf für die Freiheitlich Demokratische Grundordnung der Bundesrepublik und die Werte der Satzung des BV. Borussia 09 e.V. Dortmund", schreibt die Fanabteilung: "Denn für uns gilt: Borussia verbindet Generationen. Männer und Frauen. Alle Nationen."

BVB-Aktionen gegen Rassismus

Borussia Dortmund und seine Fans hatten zuletzt beim Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt (3:1) am 14. September Zeichen gegen Rassismus gesetzt. „Wir sind mehr“ war etwa auf einem großen schwarz-gelben Banner zu lesen, das Anhänger des Vereins vor der Westtribüne angebracht hatten. BVB-Hauptsponsor Evonik hatte für das Spiel auch die Trikotbrust freigeräumt. Dafür war dort an diesem Abend der Schriftzug „Borussia verbindet“ zu lesen.

Die BVB-Fanabteilung engagiert sich schon seit langer Zeit gegen rechte Gewalt und Rassismus. Unter dem Motto „Kein Bier für Rassisten“ hat sie zum Beispiel Bierdeckel an Kneipen, Bars und Restaurants in Dortmund verteilt. Die "gesamte schwarzgelbe Familie" setzte sich "für ein gemeinsames Miteinander, Weltoffenheit und Toleranz ein. Ohne Wenn und Aber! Es ist uns wichtig, diese Überzeugung mit Leben zu füllen“, heißt es seitens der Abteilung. „Deshalb sind Aktionen wie ‚Kein Bier für Rassisten‘ für uns Herzensprojekte.“ (nb)

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