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BVB hofft bei Tickets auf Entgegenkommen der Fans

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke berät sich mit Marketingchef Carsten Cramer.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke berät sich mit Marketingchef Carsten Cramer.

Foto: firo

Dortmund.  In einer Videobotschaft spricht BVB-Marketing-Geschäftsführer Carsten Cramer über die Corona-Krise - und hat eine Bitte an die Dortmunder Fans.

Acht Minuten und zehn Sekunden dauert das Video, und es ist alles andere als gewöhnlich – wie ja überhaupt sehr wenig gewöhnlich ist in diesen Zeiten, in denen der Fußball wegen der Corona-Pandemie ruht. Carsten Cramer, Marketing-Geschäftsführer von Borussia Dortmund, wendet sich an die Fans. Und er spricht nicht lange um den heißen Brei herum, denn die Corona-Krise trifft auch den BVB: „Die Lage beim BVB ist sehr ernst“, sagt er. „Das gesamte Fußballsystem ist ernsthaft in Gefahr.“

Das aber müsse nicht dazu führen, „dass ihr euch massive Sorgen machen müsst oder in Panik verfallt“, sagt der 51-Jährige in Richtung der Anhänger. Und die 850 Mitarbeiter des BVB will er „wissen lassen, dass das Thema Kurzarbeit keins ist“. Dennoch wird natürlich in der Geschäftsstelle am Rheinlanddamm derzeit sehr stark auf Kostendisziplin geachtet, da derzeit Einnahmen aus dem Spielbetrieb fehlen, seien es Eintrittsgelder oder TV-Einnahmen. Man arbeite „Tag für Tag daran, Lösungen herbeizuführen, dass wir die Situation meistern“, sagt Cramer.

Ein Schritt sei der Gehaltsverzicht, dem die Spieler, die Klubführung – darunter auch Cramer – und die sportliche Leitung zugestimmt habe. „Das war ein ganz wichtiges Zeichen, mit dem wir zeigen wollen, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind“, erklärt der Marketing-Geschäftsführer. „Die Spieler gehen an der Stelle vorweg, auch mit der klaren Aussage, dass sie das tun, damit die Arbeitsplätze in der Geschäftsstelle gesichert sind.“

BVB hofft auf Entgegenkommen der Ticketkäufer

Doch auch die Anhänger können ihren Teil beitragen, diese Botschaft geht von dem Video aus. Sie könnten helfen, die „schwierige Situation im Hinblick auf die Liquidität“ zu meistern. „Können wir mit der Erstattung der Dauerkarten etwas flexibler umgehen?“, fragt Cramer. Natürlich stehe jedem, der eine Karte gekauft habe, auch eine Rückerstattung zu. „Aber wir würden uns auch freuen, wenn der eine oder andere Euro bei Borussia Dortmund verbleibt.“ Auch mit Medienpartnern und Sponsoren würden derzeit Gespräche geführt und Lösungen gesucht, Zahlungen weiter aufrecht zu erhalten.

Außerdem wird beim BVB unter Hochdruck daran gearbeitet, dass irgendwann auch wieder Fußballspiele möglich sind – und zwar aller Voraussicht nach ohne Zuschauer. „Für uns eigentlich ein unvorstellbarer Zustand“, sagt Cramer, „aber momentan die einzige Chance, mit der wir den Fußball überhaupt aufrecht erhalten und Einnahmen generieren können, die wir brauchen, damit wir auf Dauer den Spielbetrieb fortsetzen können.“ (fs)

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