Borussia Dortmund

BVB-Profi Brandt: "Es ist schwierig, das zu verdauen"

BVB-Star Julian Brandt musste mit seiner Mannschaft einen schweren Rückschlag hinnehmen.

BVB-Star Julian Brandt musste mit seiner Mannschaft einen schweren Rückschlag hinnehmen.

Foto: firo

Düsseldorf.  Borussia Dortmunds Julian Brandt beschäftigt immer noch die Niederlage in München. Er war bei der DFB-Anreise sichtlich geknickt.

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Es war eine im Revier eher ungewöhnliche Fahrgemeinschaft, trotzdem kamen der Dortmunder Julian Brandt und der Schalker Suat Serdar gemeinsam am Mannschaftshotel der deutschen Nationalmannschaft in Düsseldorf an. Serdar huschte schnell durch den Eingang, Brandt kam zu den Journalisten herüber, um noch einmal über das zu sprechen, was sich am vergangenen Samstag ereignet hatte.

Da hatte Borussia Dortmund 0:4 beim FC Bayern verloren. Es war eine Lehrstunde, die Brandt sichtlich noch beschäftigte, der Offensivspieler des BVB wirkte geknickt. Denn: „Das wir verloren haben, kommt vor. Aber die Art und Weise war schwierig. Es ist schwierig, das zu verdauen. Kein Mensch und keine Mannschaft ist perfekt, aber das war wirklich nicht so gut“, erklärte Brandt.

Eine Erklärung für das Versagen habe er weiterhin nicht gefunden. „Uns hat alles gefehlt. Der Mut. Die Aggressivität. Wenn man das nicht hat, braucht man bei den Bayern erst gar nicht anzutreten“, meinte Brandt. Der 23-Jährige wird gemeinsam mit Nico Schulz den Revierklub bei der Nationalelf vertreten. Marco Reus bleibt in Dortmund, er will seine Sprunggelenksprobleme auskurieren.

Die DFB-Elf muss in den Partien gegen Weißrussland am Samstag in Mönchengladbach und drei Tage später in Frankfurt gegen Nordirland (beide 20.45 Uhr/RTL) die Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 noch perfekt machen. Brandt stellte deswegen klar: „Ich komme nicht zur Nationalmannschaft, um meinen Frust zu bewältigen. Länderspiele sind immer etwas Schönes. Ich bin ein Mensch, der grundsätzlich positiv in die Zukunft schaut.“

Löw über den BVB: „Die Dortmunder waren wirklich harmlos“

Bundestrainer Joachim Löw wollte bei der Ankunft erstmal abwarten, in welcher Gemütsverfassung die Dortmunder anreisen. „Spieler kommen immer aus unterschiedlichen Situation“, erklärte Löw. „Wir müssen erstmal ein paar Gespräche führen, uns einen Eindruck verschaffen.“

Löw hatte das Bundesliga-Topspiel auf der Tribüne verfolgt. „Die Dortmunder waren wirklich harmlos“, sagte er. „Das ist man von den Dortmundern nicht gewohnt. Aber angeschlagen sind die Bayern immer zu außergewöhnlichen Leistungen fähig.“

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