Götze

BVB-Star Götze berichtet so offen wie nie über seine Probleme

Wieder ein wichtiger Faktor im Dortmunder Offensivspiel: Mario Götze.

Wieder ein wichtiger Faktor im Dortmunder Offensivspiel: Mario Götze.

Foto: Getty Images

Dortmund  Dortmunds Mario Götze hat sich mit einem Beitrag bei „The Players Tribune“ bei den BVB-Fans bedankt. Er berichtet über seine Gefühlslage.

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Es kommt nicht häufig vor, dass Mario Götze so offen über sich, seine Gefühlslage, seine Probleme berichtet, wie es der BVB-Profi nun für die Internet-Plattform „The Players Tribune“ getan hat. „Danke“ lautet die Überschrift des Beitrags. Denn Götze bedankt sich bei den Fans von Borussia Dortmund, die ihn nach seiner Rückkehr vom FC Bayern mittlerweile wieder akzeptieren. Er bedankt sich bei seinem ersten Profi-Trainer Jürgen Klopp, auch bei seinem zweiten Trainer Pep Guardiola. Und er bedankt sich für seine bisherige Karriere. Trotz der viele Tiefen, der Enttäuschungen.

So richtig einschätzen konnte Götze sein Auf und Ab erst während seiner schweren Stoffwechselkrankheit. Im Februar 2017 wurde diese bekannt, da trug der heute 26-Jährige bereits wieder das schwarz-gelbe Trikot. „Ich war müde und mein Körper fühlte sich an, als würde ich zusammenbrechen“, schreibt Götze. Viele hätte damals gedacht, dass seine Karriere vor dem Ende stehe. Doch der Offensivspieler nutzte die Zeit, um abzuschalten, aber auch, um Dinge zu verarbeiten, um sie besser einschätzen zu können, so turbulent wie seine Karriere schon bis dahin war.

Zu Beginn gehörte Götze zu der BVB-Rasselbande, die unter Trainer Klopp durch die Bundesliga fegte. „Alles verlief reibungslos“, meint er. Die Dortmunder wurden Meister, holten das Double. Götze galt als Jahrhunderttalent. Dann wurde 2013 sein geplanter Wechsel zum FC Bayern bekannt – kurz vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid – und den noch jungen Fußballer traf die ganze Wut der Anhänger. Es sei für seine gesamte Familie die schwierigste Zeit des Lebens gewesen. Vor dem Haus wachte die Polizei, Götzes Bruder wurde beleidigt. Seine Mutter auch. „Ich habe die Entscheidung getroffen, aber die Konsequenzen nicht verstanden.“

BVB-Profi Götze: plötzlich ein Held

Aber: „Es ist nicht leicht für mich zu sagen, dass es ein Fehler war, zum FC Bayern zu gehen, denn ich habe viel von Pep gelernt“, erklärt Götze – trotz all der Probleme, die er im Süden Deutschlands hatte. Denn: Vielleicht wäre ansonsten die Weltmeisterschaft 2014 anders verlaufen. Da schoss Götze das entscheidende Tor im Finale, obwohl auch das Turnier für ihn eigentlich schlecht gelaufen sei. Er habe kaum gespielt, wurde auch im Finale nur eingewechselt. Trotzdem habe er nicht aufgegeben. „Was mich am meisten freute, war, wie ich die Tage vor dem Spiel mit der Situation umgegangen bin. Ich war auf dem Tiefpunkt und drei Tage später bin ich plötzlich der Held.“

Götze denkt an sein erstes BVB-Spiel

Auf das Final-Tor wird Götze immer angesprochen werden. Doch für ihn ist ein anderer Moment fast noch bedeutender. Sein erstes Spiel im Dortmunder Stadion, im November 2009 gegen Mainz. „Ich werde das nie vergessen. Das erste Mal auf dem Rasen im Westfalenstadion“, schreibt er, „das war der Beginn meiner Geschichte“.

Wie geht diese weiter? In dieser Spielzeit hat sich Götze nach vielen Problemen wieder zu einem Faktor im Offensivspiel der Dortmunder entwickelt. Und er will es bleiben. (las)

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