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BVB-Torhüter Bürki vermisst Mentalität in der Abwehr

Für Roman Bürki und seine Teamkollegen könnte die Champions-League-Saison nach dem Rückspiel bereits vorbei sein.

Für Roman Bürki und seine Teamkollegen könnte die Champions-League-Saison nach dem Rückspiel bereits vorbei sein.

Foto: imago/DeFodi

London.  Zum dritten mal in Folge kassiert der BVB drei Gegentreffer. Torwart Roman Bürki kritisiert die Defensivarbeit.

Roman Bürki war bedient. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen hatte der Torhüter von Borussia Dortmund drei Gegentreffer in einem Spiel kassiert, für den BVB war es sogar das dritte gegentorreiche Spiel in Folge – beim Pokal-Aus gegen Werder Bremen hatte Eric Oelschlägel den Schweizer vertreten. Entsprechend sauer war Bürki nach dem 0:3 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Tottenham Hotspur. „Wir haben uns das erste Tor fast selber reingelegt“, schimpfte er. „Es war völlig unnötig, dass wir da den Ball außen verlieren.“

Doch der Torhüter machte neben den individuellen Patzern auch grundsätzliche Probleme aus, die den Dortmundern zuletzt zusetzten: „Es war physisch ein Riesenunterschied zwischen deren Spielern und unseren“, so Bürki. „Da müssen wir uns durchbeißen, richtig reinkämpfen und mit Mentalität den Unterschied machen. Das konnten wir heute nicht.“

Gerade bei hohen Flanken tut sich Dortmund schwer

Und das war auch in den zurückliegenden Partien ein Problem, gerade bei hohen Flanken und Standardsituationen tat sich der BVB schwer. Weil seine Spieler nicht durchweg die größten sind, weil aber teilweise auch die richtige Einstellung zum Verteidigen fehlte – so zumindest ließen sich Bürkis Aussagen deuten: „Wir verteidigen nicht unbedingt mit dem letzten Willen gegen diese Tore“, monierte er. „Es sind immer wieder die gleichen Situationen, Flanken oder Standards, wo wir einfach nicht bereit sind, die Bälle wegzuköpfen. Es muss einfach wieder so sein, dass wir jeden Ball raushauen wollen, egal ob zu unserem Mann oder ins Aus.“

Sein resigniertes Fazit: „Wir haben es versucht, aber insgesamt kam zu wenig von uns.“ Alle Hoffnung für das Rückspiel am 5. März wollte der Schweizer aber noch nicht fahren lassen: „Wir müssen so spielen wie in der ersten Halbzeit und möglichst früh in Führung gehen“, meinte er „Dann ist alles möglich zu Hause.“

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