Borussia Dortmund

BVB-Trainer Favre über Haaland: "Da müssen wir aufpassen"

Trainer Lucien Favre (links) im Gespräch mit dem neuen BVB-Stürmer Erling Haaland.

Trainer Lucien Favre (links) im Gespräch mit dem neuen BVB-Stürmer Erling Haaland.

Foto: dpa

Dortmund.  BVB-Trainer Lucien Favre sieht großes Potenzial bei Stürmer Erling Haaland. Er will den 19-jährigen Norweger aber nicht mit Spielen überfrachten.

Lucien Favre ist nach den ersten Trainingseindrücken vom Winter-Zugang Erling Haaland begeistert. Der Trainer von Borussia Dortmund will den Youngster aber nicht mit Erwartungen und Spielen überfrachten. „Nach allem, was ich bisher gesehen habe, bin ich sicher: Haaland hilft uns weiter“, sagte der Schweizer im Interview mit dem Kicker. „Klar ist aber auch, dass Haaland nicht alle Spiele machen kann. Du musst einem 19-Jährigen auch Pausen geben, da müssen wir aufpassen.“

Er habe offensiv mehr Alternativen als den Norweger, der „großes Potenzial“ und „etwas Besonderes“ habe. „Er hat so viele tolle Tore für Salzburg geschossen; ich wüsste nicht, warum ihm das in der Bundesliga nicht auch gelingen sollte“, sagte Favre. „Er ist groß, aber er läuft in die Tiefe, er arbeitet mit der Mannschaft, und er kann auch kombinieren und spielen.“ Der BVB hatte den Angreifer kurz vor dem Jahreswechsel für die festgeschriebene 20 Millionen Euro von RB Salzburg verpflichtet.

BVB liegt sieben Punkte hinter RB Leipzig

Die anvisierte Meisterschaft hat Favre trotz der durchwachsenen Hinrunde mit sieben Zählern Rückstand auf Herbstmeister RB Leipzig noch nicht abgeschrieben. „Alles ist sehr eng. Sieben Punkte, das sind zwei Siege und ein Unentschieden. Alles ist möglich“, rechnete der 62-Jährige vor. „Ich schaue immer nach vorn - in diesem Fall also nach oben.“

Das habe er auch getan, als die Luft für ihn als Trainer des BVB im November immer dünner geworden war. „Ich folge meinem Weg, versuche, das Maximum zu geben und vertraue meinen Fähigkeiten“, sagte Favre, der sich mehr Sachlichkeit im öffentlichen Umgang mit Trainern wünscht. „Mir wird zu viel schwarz und weiß gemalt“, sagte Favre, „es geht zuerst meistens auf die Trainer, aber ich prophezeie: Sie werden eines Tages anfangen, sich dagegen zu wehren.“ (sid)

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