DFB-Pokal

Großkreutz über das BVB-Los: „Wir sind alle durchgedreht“

Uerdingens Kevin Großkreutz

Uerdingens Kevin Großkreutz

Foto: Getty

Düsseldorf.  Kevin Großkreutz trifft im DFB-Pokal mit dem KFC Uerdingen am Freitag auf den BVB. „Ich werde mich zerreißen“, sagt der Weltmeister von 2014.

Kurz bevor es sich Kevin Großkreutz in der Düsseldorfer Arena auf dem Podium bequem machte, gab das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes am Mittwoch die Sperre des Profis vom KFC Uerdingen bekannt. Großkreutz darf wegen seines Trittes in den Knöchel von Dimitri Imbongo Boele am vergangenen Samstag in der Partie gegen die SG Sonnenhof Großaspach in vier Drittliga-Partien nicht auf dem Rasen stehen.

Eine besondere Partie

„Die Aktion war sehr unüberlegt, mehr möchte ich dazu nicht sagen. Jetzt sollten wir uns voll auf das Spiel am Freitag konzentrieren“, sagte Großkreutz deswegen, als er es sich dann bequem gemacht hatte. Denn Freitag (20.45 Uhr/Sport1 und Sky) findet eine Partie statt, die für den gebürtigen Dortmunder eine ganz besondere ist. Der KFC Uerdingen empfängt in der ersten Runde des DFB-Pokals Borussia Dortmund. Gespielt wird in Düsseldorf, wohin der Drittligist aus Krefeld seit dieser Saison ausweicht, weil das eigene Stadion den Anforderungen nicht genügt. Immerhin sind schon mehr als 30.000 Karten verkauft.

„Es ist ein ganz großes Spiel, ich bin seit meiner Kindheit Fan von Borussia Dortmund. Ich freue mich riesig“, meinte Großkreutz. „Ich werde mich zerreißen. Ich möchte Borussia Dortmund ein bisschen ärgern, aber danach werde ich weiter Fan von Borussia Dortmund sein.“

Großkreutz feierte große Erfolg mit dem BVB

Kevin Großkreutz spielt seit der Saison 2018/19 beim KFC Uerdingen in der 3. Liga. Der Klub wird von Präsident Mikhail Ponomarev geführt, der als Investor und Alleinherrscher umstritten ist. Trainer ist seit dieser Saison Heiko Vogel. Bei Borussia Dortmund stand Großkreutz von 2009 bis 2015 im Kader. Er wurde mit dem BVB Deutscher Meister (2011), gewann ein Jahr später das Double (2012). Bei der 1:2-Niederlage im Champions-League-Finale 2013 gegen den FC Bayern ackerte Großkreutz 90 Minuten auf dem Rasen. 2014 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. Bei all seinen Stationen nach dem BVB (Galatasaray Istanbul, VfB Stuttgart, Darmstadt 98) scheiterte er aus ganz unterschiedlichen Gründen. Nun arbeitet er also nur noch in der 3. Liga.

Vom BVB-Los hat Großkreutz zu Hause bei seiner Familie erfahren. „Wir sind alle durchgedreht. Ich habe innerhalb von zwei Minuten 200 WhatsApp-Nachrichten bekommen. Es hat sich ganz Dortmund gefreut“, erklärte er. „Es sind nach Dortmund sehr viele Karten gegangen. Ich habe 200 organisiert. Eigentlich habe ich einen eigenen Block.“

Großkreutz: Die Zeit beim BVB nimmt mir keiner mehr

Die Zeit beim BVB werde ihm keiner mehr nehmen, in der er mit seinem Herzensklub so viele Erfolge gefeiert hat. „Größer geht es nicht. Das wird immer in guten Erinnerungen bleiben“, meinte Großkreutz und erzählte auch, dass er sein Trikot mit Marco Reus tauschen werde. „Wir sind gute Freunde.“

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