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Sky-Experte Didi Hamann wettert gegen BVB-Bosse: "Wohlfühloase Dortmund"

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Sky-Experte Didi Hamann hat den BVB erneut scharf kritisiert.

Sky-Experte Didi Hamann hat den BVB erneut scharf kritisiert.

Foto: Getty

Dortmund.  Die BVB-Profis stehen nach der 2:3-Niederlage beim 1. FC Köln in der Kritik. Sky-Experte Dietmar Hamann gibt den Bossen eine Mitschuld.

Eine Woche vor dem Ligagipfel gegen Bayern München ist die Stimmung beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund im Keller. Mit 2:3 (1:0) unterlag der BVB am Samstag im Duell der NRW-Klubs beim 1. FC Köln und verpasste dadurch den Sprung an die Tabellenspitze.

Sky-Experte Didi Hamann ledert gegen BVB-Profis

In der Sendung "Sky 90" wurde der BVB am Sonntagabend scharf kritisiert. Sky-Experte Dietmar Hamann (49) missfällt der Umgang mit den Dortmunder Spielern. "Es geht denen zu gut. Die spielen jede zweite Woche vor 80.000 Zuschauern, werden jedes Jahr Zweiter oder Dritter, kriegen gutes Geld und alles ist wunderbar."

Der Ex-Nationalspieler wetterte gegen die Dortmunder Verantwortlichen um Trainer Edin Terzic. Hamann vermisse klare Kritik an den BVB-Spielern: "Es muss mal Tacheles gesprochen und Selbstkritik geübt werden. Das macht nur Mats Hummels. Das ist eine Wohlfühloase, denen geht es allen zu gut. Keiner ist in der Lage, das mal anzusprechen."

Widerspruch erhielt Hamann von Funke-Sport-Redakteur Marian Laske, der als BVB-Experte zugeschaltet wurde. Demnach habe Terzic nach dem Köln-Spiel deutliche Worte für die Dortmunder Niederlage gefunden. "Es tritt wiederholt auf, dass wir Spiele, die wir komplett kontrollieren, einfach weggeben. Das Thema verfolgt uns seit Jahren", sagte Terzic und fügte hinzu: "Heute war es wieder einmal sehr sichtbar, woran es seit Jahren hapert, um konstant oben anzuklopfen. Wir waren nicht bereit, die letzten drei, vier Schritte zu gehen. Das ärgert uns gewaltig."

Kritik an den BVB-Verantwortlichen hatte Hamann schon nach der 1:2-Niederlage in der Champions League bei Manchester City geäußert. Auch damals hatte er die aus seiner Sicht mangelhafte Selbstkritik beim BVB angesprochen. Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl ließ das so nicht stehen. „Wenn man bei der besten Mannschaft womöglich in Europa, bei ManCity, unter der Woche am Ende mit 2:1 ganz knapp verliert, dann muss man das ein Stück weit anders einordnen“, hatte Kehl gesagt. „Ich finde, das hat Didi nicht geschafft in seiner Aussage.“

Hamann griff das Thema am Sonntag erneut auf und blieb bei seiner Sicht der Dinge: "Ich habe Sebastian Kehl nicht verstanden, als er nach der Niederlage bei Manchester City sagte, dass er stolz auf die Mannschaft sei. Da kann ich die Mannschaft nicht loben, sondern muss sagen: 'Männer wir haben eine Riesenchance verspielt'. Denn so einen schlechten Tag wird City nicht mehr haben. Man muss sich auch mit dem Ergebnis belohnen. So etwas lesen die Spieler und denken sich, dass sie gar nicht so schlecht waren."

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Für Hamann sei das ein Problem, das sich durch die gesamte BVB-Saison ziehe. "Dann spielen sie denselben Mist gegen Schalke und haben Glück, dass Moukoko das Ding reinköpft. Anschließend fahren sie nach Köln, spielen eine gute erste Halbzeit. In der Halbzeit sitzen die Spieler in der Kabine und sagen sich: 'Es läuft.' Eine Stunde später sitzen sie mit einer Niederlage im Bus. Wir sprechen von der Wohlfühloase Leverkusen, in Dortmund ist das nichts anderes. Da muss man die Spieler auch öffentlich anzählen. Ich habe immer das Gefühl, dass man sich nicht wehtun will. Im Profifußball passiert dann genau das, was in Dortmund passiert. Dass man unheimlich viel Potential hat und nichts daraus macht."

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