Dortmund

So lief der erste Hummels-Arbeitstag beim BVB

Mats Hummels in Dortmund auf dem Weg zum Training beim BVB

Mats Hummels in Dortmund auf dem Weg zum Training beim BVB

Foto: Weßling

Dortmund.  Der BVB ist in die Vorbereitung gestartet. Am ersten Tag standen viele Tests auf dem Programm – was einige deutlich mehr freute als andere.

Um 16.27 Uhr ist der erste Arbeitstag schon wieder beendet. Wobei, eigentlich war er schon um 16.22 Uhr beendet, aber Mats Hummels nimmt sich noch Zeit für das knappe Dutzend Menschen, das vor dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund auf ihn gewartet hat. BVB-Fans, die sich ausnahmslos freuen, dass der Innenverteidiger zurückgekehrt ist nach drei Jahren beim FC Bayern München. Zurück zu dem Klub, bei dem er von 2008 bis 2016 gespielt hat. „Schön, dass du wieder da bist“, diesen Satz hört Hummels am Mittwochnachmittag mehr als einmal. Und er erkennt einige Fans wieder, die schon in seiner ersten Zeit in Dortmund regelmäßig am Trainingsgelände ausharrten und nach Autogrammen jagten.

Hummels-Ankunft beim BVB im Skoda

Hummels‘ Rückkehr zum BVB für 30,5 Millionen Euro – das war ja eine der großen Geschichten dieser Sommerpause. Und natürlich zieht der 30-Jährige auch am Mittwoch die meiste Aufmerksamkeit auf sich, als die Borussia die Vorbereitung auf die kommende Saison aufnimmt. Gleich zwei Fernsehteams und dazu zahlreiche Fotografen und Reporter sind schon früh am Morgen erschienen, den meisten geht es nur um ein Bild der Hummels-Ankunft. Nachdem der Abwehrspieler schließlich um 11.41 Uhr in einem Skoda Kodiaq auf das Trainingsgelände gefahren wird, packen sie ihre Ausrüstung wieder ein und fahren. Dass noch Dan-Axel Zagadou, Julian Weigl oder Abdou Diallo kommen – eher uninteressant an diesem Tag.

Die Nationalspieler, einige Verletzte sowie die für Verhandlungen freigestellten André Schürrle und Shinji Kagawa fehlen am Mittwoch, für die übrigen 19 der insgesamt 36 BVB-Profis steht Leistungsdiagnostik auf dem Programm: Gruppenweise absolvieren sie die sportärztliche Untersuchung, lassen Beweglichkeit, Ausdauer und Kondition testen. „Wir freuen uns alle, dass es wieder losgeht“, sagt Athletik-Trainer Andreas Beck – nicht jeder Profi aber scheint diese Freude zu jeder Sekunde zu teilen, etwa wenn er auf dem Laufband gefordert wird.

Es wird hart gearbeitet in Dortmund, und das nicht nur im sportlichen Bereich: Rund ums Trainingsgelände graben Bagger die Erde um und planieren Walzen den Boden, von allen Seiten ist Baulärm zu hören. Der BVB investiert rund 20 Millionen Euro, um neue Plätze, neue Funktionsgebäude und Büros für die Sportliche Leitung zu errichten: Sportdirektor Michael Zorc etwa soll spätestens 2022 ein Büro in Brackel beziehen und dann nicht mehr ständig über die B1 pendeln.

Zorc ist auch am Mittwoch vor Ort, genauso wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der am Vormittag kurz vorbeischaut. Und natürlich kommt auch Trainer Lucien Favre, der Schweizer fährt als einer der ersten vor.

Mit den Leistungstests hat er zwar nicht direkt zu tun, erst anhand der Daten werden er und seine Assistenten die genaue Belastungssteuerung für jeden einzelnen Spieler festlegen. Am Mittwoch zieht sich das Trainerteam über weite Teile des Tages in einen Besprechungsraum zurück und plant schon einmal die kommenden Wochen.

Erster Test am 12. Juli

Die nämlich werden intensiv: Für Donnerstagnachmittag ist die erste Trainingseinheit auf dem Platz angesetzt, den ersten öffentlichen Auftritt der Dortmunders Mannschaft gibt es am Freitag der kommenden Woche: Da tritt der BVB um 17.30 Uhr zum ersten Testspiel beim FC Schweinberg an. Der baden-württembergische Kreisligist hatte den Termin bei einem Gewinnspiel eines BVB-Sponsors gewonnen.

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