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So scherzt BVB-Sportdirektor Zorc über die Trainerfrage

Gut aufgelegt nach dem 2:1 in Berlin: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Gut aufgelegt nach dem 2:1 in Berlin: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Foto: dpa

Berlin.  Nach dem 2:1-Sieg bei Hertha BSC sieht Sportdirektor Michael Zorc von Borussia Dortmund einiges, was Mut macht – und scherzt über Lucien Favre.

Michael Zorc war schon im Gehen begriffen, da rief ihm ein Journalist noch eine Frage hinterher: Was denn nun mit Trainer Lucien Favre sei? „Der ist jetzt weg“, sagte der Sportdirektor von Borussia Dortmund. Und dann lachte er laut. Der knappe 2:1 (2:1)-Sieg bei Hertha BSC sorgte für gelöste Stimmung im Dortmunder Lager – da konnte man auch über die Frage scherzen, die in den letzten Tagen und Wochen in Dortmund sehr intensiv und sehr ernsthaft diskutiert worden war: Ob denn Favre noch der richtige Trainer für diesen Klub sei, ob mit ihm die Trendwende zu schaffen und die Saisonziele erreicht werden könnten.

Das Spiel bei der Hertha hatte diese Frage nun nicht unbedingt beantwortet, dafür war letztlich der Gegner einfach zu schwach. Aber es hatte die Dringlichkeit dieser Frage deutlich verringert, es hatte einigen Druck vom bedrängten Trainer genommen – und auch von Zorc, in dessen Zuständigkeit es ja fällt, Trainerfragen zu beantworten. Ob er deswegen Erleichterung verspüre? „Nö“, sagte Zorc. „Freude.“

BVB-Abwehrchef Mats Hummels sah Gelb-Rot

Und die Freude galt nicht einmal den teils sehr ansehnlichen Kombinationen, die seine Mannschaft in der Anfangsphase auf den Rasen zauberte – zumindest nicht in erster Linie. „Ich fand heute am wichtigsten, dass wir eine richtige Mannschaft auf dem Platz gesehen haben“, erklärte der 57-Jährige. „Einer hat für den anderen gespielt und gearbeitet.“ Das war vor allem deswegen nötig geworden, weil Abwehrchef Mats Hummels kurz vor dem Pausenpfiff Gelb-Rot gesehen hatte und der BVB eine Halbzeit in Unterzahl bestreiten musste.

„Vorher waren wir klar die bessere Mannschaft, hätten eigentlich höher führen müssen“, fand Zorc. „Dann haben wir umgestellt auf Viererkette, haben weiter sehr, sehr gut gegen den Ball gearbeitet und wenige Chancen zugelassen.“ Dass der Sportdirektor den Einsatz seiner Mannschaft derart lobte, sagte aber auch einiges über die Wochen, die diesem Spiel vorangegangen waren. Da nämlich hatte die Mannschaft den nötigen Einsatz oft vermissen lassen, hatte nicht einmal den minimal nötigen Aufwand betrieben.

BVB-Sportdirektor Zorc: "Das gibt Hoffnung"

„So habe ich die Mannschaft seit Wochen nicht gesehen“, lobte Zorc denn auch. „Jadon Sancho ist im Sprint in den eigenen Strafraum zurückgekommen und hat dem Gegner den Ball abgelaufen. Thorgan Hazard ist unheimlich viel gelaufen.“ Das Fazit des Sportdirektors: „Das gibt Hoffnung.“

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