Kommentar

Der Preis einer perfekten Fußball-Show in Baku

Arsenal-Profi Henrikh Mkhitaryan trainiert, wird aber mit der Mannschaft nicht nach Baku reisen.

Arsenal-Profi Henrikh Mkhitaryan trainiert, wird aber mit der Mannschaft nicht nach Baku reisen.

Essen.  Die Uefa lässt das Finale der Europa League in Aserbaidschan spielen: Die Frage ist, warum ausgerechnet dort. Ein Kommentar.

Zufall, wenn man den Erfolg zweier englischer Mannschaften so nennen will, hat dazu geführt, dass zwei Teams, die etwa ein Dutzend Kilometer zum Gegner fahren müssten, bis an den Rand Europas reisen müssen, um ein Finale der Europa League zu spielen. Das klingt irrsinnig, ist aber wegen des zufälligen Elements nicht wirklich zu kritisieren.´

Die Uefa muss sich vor dem Hintergrund der Absage Henrikh Mkhitaryans, der sich als Armenier beim Gastgeber nicht sicher fühlt, aber fragen lassen, warum sie Baku als Spielort ausgewählt hat. Selbstverständlich wird das Land eine perfekte Show bieten, wie es das bereits demonstriert hat. Es liegt in der Natur autoritärer Regimes, dass sie es zwar mit Menschenrechten oft nicht so genau nehmen, aber gigantische Shows gut können. Aber muss die Uefa Aserbaidschan diese Gelegenheit zur propagandistischen Selbstbeweihräucherung auch noch auf dem Silbertablett präsentieren?

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