Fortuna Düsseldorf

Düsseldorfs Zackary Steffen sehnt sich nach der Null

Begeistert Fortuna Düsseldorf: Torwart Zack Steffen.

Begeistert Fortuna Düsseldorf: Torwart Zack Steffen.

Foto: imago

Düsseldorf.  Fortuna-Torwart Zackary Steffen hat in dieser Saison in jedem Spiel ein Tor kassiert. Gegen seinen Ex-Verein SC Freiburg soll sich das ändern.

Sein ausgiebiger Schwarzwaldaufenthalt liegt zwar schon gut drei Jahre zurück, doch Zackary Steffens Erinnerungen an die Freiburger Zeit sind taufrisch. „Ich kenne noch einige Spieler, auch Trainer Christian Streich“, erzählt Düsseldorfs erster Keeper und reibt sich vor dem Wiedersehen am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt die Handschuhe: „Das wird schön.“ Von Januar 2015 bis Sommer 2016 stand der US-Amerikaner für das Regionalligateam der Breisgauer zwischen den Pfosten, kam dabei zu 14 Einsätzen. Doch gerade als er zum dritten Torwart in Streichs Bundesligakader avanciert war, packte ihn die Sehnsucht nach zu Hause.

Über Manchester nach Düsseldorf

„Ich hatte Heimweh“, sagt der baumlange, kräftige Ballfänger aus Coatesville im Bundesstaat Pennsylvania, betont aber zugleich: „Ich bin nicht mehr derselbe.“ Seit seinem Abschied aus Deutschland ist er viel selbstbewusster geworden – sein Aufstieg zum Nationaltorhüter im vergangenen Jahr und der Wechsel zu Manchester City in diesem Sommer haben dazu entscheidend beigetragen. Der englische Meister entlieh ihn postwendend für ein Jahr nach Düsseldorf, wo Steffen sofort Tritt fasste – und vor dem Duell mit den alten Kollegen nun einen bereits mehrfach geäußerten Wunsch aufgreift: „Ich würde gerne mal zu null spielen.“

Pfannenstiel kritisiert Gegentore

Der unerfreuliche Hang der Rheinländer zum Gegentor ist auch Lutz Pfannenstiel zunehmend ein Dorn im Auge. Das zuletzt verlorene Derby in Gladbach sei laut Fortunas Sportvorstand „eines dieser Spiele“ gewesen, in denen die Düsseldorfer Abwehr durchaus hätte sauber bleiben können. Am Ende gab es, nach eigener Führung, ein 1:2 – und Pfannenstiels Erkenntnis: „In fünf Bundesliga- und einem Pokalspiel haben wir bisher noch nicht zu null gespielt. Das ist auch ein Ziel, an das wir rangehen müssen.“

Wackelige Fortuna-Abwehr

Denn da können Kontrahenten wie Borussias Schlussmann Yann Sommer („defensiv sehr gut“) das Team von Friedhelm Funkel loben wie sie wollen: Dass Keeper Steffen mittlerweile 35 gegnerische Schüsse gehalten hat – die mit Abstand höchste Quote in der Liga – macht deutlich, dass Fortunas Abwehr längst nicht so sattelfest ist wie viele meinen.

Im Borussia-Park überraschten die Gäste mit ihrer erstmals in dieser Saison praktizierten Dreier-Abwehrkette. Dazu sorgte der sehr offensiv ausgerichtete Linksverteidiger Niko Gießelmann speziell in der Anfangsphase für viel Unruhe in der Gladbacher Hälfte. Der 28-Jährige war auch beteiligt an der frühen Führung durch Adams, andererseits ließ er die Borussen nach der Pause auf seiner Seite immer wieder entwischen. Beim 1:2 in Frankfurt Anfang September kassierten die Düsseldorfer das entscheidende Tor kurz vor Schluss, in Gladbach war es nun genauso – und beide Male gab Gießelmann keine gute Figur ab.

Dafür traf der gebürtige Hannoveraner dazwischen beim 1:1 gegen Wolfsburg ins Schwarze. Damit steht er, im Positiven wie im Negativen, für eine gewisse Unwucht im Spiel der Fortunen, die schon zum dritten Mal in Folge einen 1:0-Vorsprung nicht in einen Sieg ummünzen konnten, bei dem unschönen Hattrick zudem nur einen Punkt abbekamen. „Das darf auf keinen Fall so weitergehen“, warnt Mittelfeldakteur Adam Bodzek. Dessen Aufforderung richtet sich auch an Niko Gießelmann, der seinerseits verspricht: „Ich weiß, dass ich es besser kann. Ich muss mich steigern – und das werde ich auch.“ Zackary Steffen wird’s wohlwollend vernehmen.

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