Fußball-Bundesliga

Fortuna Düsseldorf verliert Regenschlacht in Bremen mit 1:3

Adam Bodzek zieht im Zweikampf mit Milot Rashica den Kürzeren.

Adam Bodzek zieht im Zweikampf mit Milot Rashica den Kürzeren.

Foto: Martin Rose/Getty

Düsseldorf.   Kämpferisch halten die Düsseldorfer lange gegen überlegene Werderaner durch. Im letzten Drittel der Partie fällt jedoch die Deckung.

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Der Regen im Weserstadion kühlte die Gemüter auf dem Rasen kaum. Immer wieder kam es zu Rudelbildungen zwischen Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen. Den bissigen Kampf der Fußball-Bundesligisten entschied die spielerische Überlegenheit Bremens. Am Ende tauchten die Fortunen zu selten vor dem Tor auf und kassierten mit dem 1:3 ihre neunte Niederlage in der laufenden Saison.

Fortunas Cheftrainer Friedhelm Funkel vertraute erneut dem Mittelfeld-Dreieck aus Adam Bodzek, Kevin Stöger und Oliver Fink, die schon bei der knappen Niederlage gegen Mainz ein schwer zu überwindendes Zentrum gebildet hatten. Zusätzlich mit vier Außenspielern wurde das Düsseldorfer Bollwerk komplettiert.

Erster Fehler, erstes Gegentor

Gleich zu Beginn machten die Bremer ihre technische Stärke deutlich. Claudio Pizarro verpasste bei einer Ecke kurz nach Anpfiff nur knapp die schnelle Führung. Fortuna blieb kompakt, doch die Bremer hatten die Spielkontrolle. Erst in der 14. Minuten schoss Takashi Usami das erste Mal für die Düsseldorfer die Kugel weit in den Bremer Nachthimmel. Werder legte sich die Fortuna langsam zurecht. Gleich die erste Düsseldorfer Fehlerkette führte zum ersten Gegentor. Erst ließ Adam Bodzek den schnellen Milot Rashica entkommen und zu Max Kruse übergeben. Bei dessen Querpass ließ Düsseldorfs Kapitän Oliver Fink den heraneilenden Kevin Möhwald aus den Augen, der per Vollspann unhaltbar zum 1:0 einnetzte.

Wenig später verhinderte Adam Bodzek den Doppelpack. Fortuna verlor den Ball nach aggressivem Bremer Pressing, doch gerade als Milot Rashica zum Schuss ansetzte, grätschte Bodzek mit vollem Risiko und erreichte die Kugel haarscharf vor Bremens Stürmer.

Tor durch Handelfmeter

Ein Befreiungsschlag war das für Düsseldorf nicht. Bremen kampierte weiter in der rot-weißen Hälfte. Die Gäste aus Düsseldorf hatten bei einer strittigen Aktion in der 26. Minute Glück, als Marcin Kaminski den Ball mit dem ausgestreckten Ellbogen abwehrte und Schiedsrichter Marco Fritz nicht auf Elfmeter entschied. Fortuna gelang es zwar danach, die Dauergefahr zu stoppen, blieb aber selbst vollkommen ungefährlich.

Fortuna brauchte für einen Torerfolg schließlich die Hilfe des Gegners. Der bis dahin stark verteidigende Sebastian Langkamp hielt den Arm im Zweikampf mit Marcin Kaminski zu hoch und erwischte Kaminskis Kopfball. Nach Videobeweis entschied der Unparteiische auf Elfmeter. Der vorher wirkungslose Dodi Lukebakio schnappte sich die Kugel und machte eiskalt den Ausgleich zur Pause klar. Coach Friedhelm Funkel reagierte auf Fortunas Hilflosigkeit im Angriff mit der Einwechslung von Rouwen Hennings als zweiten Stürmer. Nun blieben immerhin die klaren Torchancen auf beiden Seiten aus.

Bremer Spielkontrolle entscheidet das Spiel

Möglichkeiten hatten noch der eingewechselte Hennings und Lukebakio mit Schüssen aus der zweiten Reihe. Am Ende machte sich aber die Bremer Spielkontrolle bezahlt. Ein Zuspiel in den Düsseldorfer Strafraum spielte erst Marcin Kaminski in der 71. Minute zu Johannes Eggestein. Der Direktschuss des Bremers landete nach Abwehr Michael Rensings zum Teamkollegen Martin Harnik. Das 2:1 war nicht mehr zu verhindern. Werders Youngster Joshua Sargant setzte mit einem Abstauber nach 78 Minuten zum 1:3 den Schlusspunkt. „Unser Spiel wurde durch individuelle Fehler kaputt gemacht. Drei Gegentore sind einfach zu viel. Wenn das so bleibt, wird es schwer“, kommentierte Fortuna-Trainer Funkel.

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