Düsseldorf

Fortuna: Funkel verliert ohne Ayhan taktische Möglichkeiten

Kaan Ayhan.

Foto: firo

Kaan Ayhan. Foto: firo

Düsseldorf.  Gelb-Rot-Sperre – Fortuna Düsseldorf muss in Ingolstadt auf eine seiner wenigen Konstanten verzichten: Kaan Ayhan. Umbauarbeiten nötig.

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Friedhelm Funkel ist ein Freund der Rotation, vertraute in dieser Saison noch nie in zwei Spielen in Folge der gleichen Elf. Ausgenommen von den freiwilligen Wechselspielen des Fortuna-Trainers sind bislang nur Torhüter Raphael Wolf, Mittelfeldspieler Marcel Sobottka und Innenverteidiger Kaan Ayhan. Wolf ist seit der Verletzung von Stammkeeper Michael Rensing zwischen den Pfosten gesetzt, Sobottka sowie Ayhan stehen als einzige Feldspieler seit dem ersten Spieltag immer von Beginn an auf dem Platz.

Für die anstehende Partie bei Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt (Sonntag, 19. November) muss Fortuna allerdings auf eine Konstante verzichten: Ayhan ist wegen seiner Gelb-Roten Karte vom 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim gesperrt. Für Trainer Funkel bedeutet das, dass er nicht nur personell umbauen muss, sondern auch taktisch eingeschränkt sein könnte.

Funkel, der gerne zwischen Dreier- und Viererkette in der Abwehr wechselt, geht ohne seinen 22 Jahre alten Abwehrchef die taktische Variabilität verloren. Ayhan ist vor allem in der Dreierkette ein Fixpunkt in Fortunas Abwehrzentrum. Erst bei einem Pflichtspiel in dieser Saison musste Ayhan bislang passen: Wegen einer Gelb-Roten Karte in der ersten Runde in Bielefeld erlebte Düsseldorfs Abwehrchef das Pokal-Aus gegen Borussia Mönchengladbach nur von der Tribüne aus. In dieser Partie ließ Funkel seine Elf im 4-2-3-1 auflaufen, mit Julian Schauerte, Robin Bormuth, André Hoffmann und Niko Gießelmann in der Viererkette. Denkbar, dass Funkel in Ayhans Abwesenheit grundsätzlich auf dieses Quartett setzt.

Dreierkette kaum vorstellbar

Linksverteidiger Gießelmann spielte in der Vorbereitung schon häufiger in der Dreierkette, doch ohne Ayhan ist sie kaum vorstellbar. So dürften Bormuth und Hoffmann in Ingolstadt gesetzt sein und den Vorzug vor Abwehrformationen mit dem erfahrenen Adam Bodzek, der eigentlich gelernter Mittelfeldspieler ist, und dem U-Nationalspieler Gökhan Gül bekommen.

Ayhan zeigt auf dem Platz Führungsstärke, glänzt mit seiner Übersicht und überdurchschnittlichen Zweikampf- und Passquoten. Ist die eigene Mannschaft im Ballbesitz, stellt er seine Spielmacher-Qualitäten unter Beweis, wagt den scharfen Pass in die Tiefe oder beruhigt das Spiel mit einem Querpass an die Außenlinie. Zwei Torvorlagen gehen auf sein Konto. Bitter wäre für Fortuna, wenn Ayhan sogar noch länger ausfiele. Beim Spiel gegen Heidenheim war der frühere Schalker angeschlagen ausgewechselt worden. Am Montag reiste er trotzdem zur türkischen Nationalmannschaft nach Istanbul, obwohl die Art der Verletzung noch unklar war. Ist es wirklich ein Riss des Syndesmosebandes, wie der Spieler selbst vermutete, dann müssen die Düsseldorfer bis zum Jahresende ohne ihren Abwehrchef auskommen. (faja)

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