Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf: Marvin Ducksch sucht einen neuen Klub

Niedergeschlagen: Fortunas Marvin Ducksch nach der Partie gegen Leipzig im Januar.

Niedergeschlagen: Fortunas Marvin Ducksch nach der Partie gegen Leipzig im Januar.

Foto: Marius Becker / dpa

Düsseldorf.   Der Stürmer ist Fortunas Rekordeinkauf in der Vereinsgeschichte. Doch er passt nicht ins System. Jetzt will der 25-Jährige weg – vorerst.

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Im Januar sitzt Marvin Ducksch am Pool im Teamhotel von Fortuna beim Trainingslager in Marbella. Er erzählt von seinen Anlaufschwierigkeiten in der Hinrunde. Und davon, dass er nun angreifen will – im übertragenen Sinne und wortwörtlich. Auch seine Teamkameraden reden den 25-Jährigen stark. Trainer Friedhelm Funkel schenkt ihm schließlich das Vertrauen zum Rückrunden-Auftakt in Augsburg. Und Ducksch zahlt es zurück, macht ein Tor beim 2:1-Sieg. Nicht wenige Beobachter denken, jetzt ist der Knoten geplatzt, jetzt geht es bergauf. Doch Ducksch spielt nur noch in den beiden darauffolgenden Spielen gegen Leipzig (0:4) und in Hoffenheim (1:1) von Beginn an. Danach darf er nur noch 41 Minuten in Teilzeitarbeit ran. Deshalb wurde der Stürmer vor wenigen Wochen bei Sportvorstand Lutz Pfannenstiel vorstellig. Duckschs klare Botschaft: Ich will weg. Er ließ aber auch durchblicken, dass er mit dem Kapitel Düsseldorf noch nicht endgültig abgeschlossen hat.

Leihgeschäft mit Nürnberg?

Der Plan ist klar: Ducksch und Fortuna bemühen sich um ein Leihgeschäft zu einem anderen Verein. Dem Vernehmen nach ist Bundesliga-Absteiger Nürnberg interessiert. Beim „Glubb“ ist Robert Palikuca Sportvorstand. Der hatte als Leiter der Lizenzspielerabteilung bei Fortuna den Vertrag mit Ducksch ausgehandelt. Am Ende stand im vergangenen Sommer der teuerste Einkauf in Fortunas Vereinsgeschichte. Rund 2,5 Millionen Euro (mit Klassenerhaltsklausel) überwiesen die Düsseldorfer an den FC St. Pauli.

Ducksch, in der Saison 2017/18 an Holstein Kiel ausgeliehen, kam mit der Empfehlung als Zweitliga-Torschützenkönig, 18 Tore und elf Vorlagen in 33 Spielen. Es gab Bedenkenträger, die in ihm einen klassischen Zweitligatorjäger sehen. Die fühlen sich nun in ihrer These bestätigt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn Ducksch kam in der Rückrunde vor allem deshalb nicht zum Einsatz, weil er nicht mehr ins System von Friedhelm Funkel passte. Der Trainer setzte häufig auf schnelle Außen und Spitzen. Zudem liefen Rouwen Hennings und Kenan Karaman im Laufe der Spielzeit Ducksch den Rang ab.

Nun soll eine Leihe für neues Selbstvertrauen beim gebürtigen Dortmunder sorgen. Sollte ein Klub jedoch bereit sein, 2,5 Millionen Euro oder mehr auf den Tisch zu legen, ist auch ein kompletter Transfer möglich. Doch dieses Szenario ist aufgrund des gesunkenen Marktwertes eher unrealistisch.

Tekpetey im Gespräch

Ein anderer Spieler könnte hingegen zur Fortuna stoßen: Bernard Tekpetey vom FC Schalke 04, gerade mit Paderborn in die Bundesliga aufgestiegen. Der flinke Außenstürmer passt voll ins Konzept. „Ein interessanter Mann“, so Pfannenstiel. (erer)

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