KFC Uerdingen

Trotz Fortuna-Protesten: KFC Uerdingen spielt bald in Düsseldorf

Die Düsseldorfer Arena wird für die nächsten Jahre neue Heimspielstätte des KFC Uerdingen.

Die Düsseldorfer Arena wird für die nächsten Jahre neue Heimspielstätte des KFC Uerdingen.

Foto: Hans Blossey

Düsseldorf.  Der KFC Uerdingen hat für die kommende Saison eine neue Heimspielstätte. Die Krefelder empfangen ihre Gäste in der Düsseldorfer Arena.

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Gegen den Willen von Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf wird auch Drittliga-Club KFC Uerdingen seine Heimspiele in der kommenden Saison in der Düsseldorfer Arena absolvieren. Die entsprechende Vereinbarung verabschiedete der Aufsichtsrat der städtischen Verwaltungsgesellschaft D.Live am Dienstag.

Bleibt der KFC Uerdingen in der 3. Liga, würde er 19 Ligaspiele in Düsseldorf austragen. Beim Aufstieg in die 2. Liga wären es 17 Begegnungen. Nach Informationen RP unterzeichnete auch die Fortuna einen neuen Mietvertrag über drei Jahre, für den sie jährlich mehr Geld bezahlt, dafür aber auch mehr Rechte bekommt.

Fortuna Düsseldorf protestiert gegen Fremdnutzung

So sollen Fremdnutzungen künftig nur noch mit ihrer Zustimmung möglich sein. Nachdem KFC-Geschäftsführer Frank Strüver Ende Februar bereits entsprechende Medienberichte bestätigt hatte, hatte es harsche Proteste von der Fortuna gegeben. Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer bezeichnete die Pläne laut Medienberichten als „Schnapsidee“, Trainer Friedhelm Funkel wetterte, „dass unsere Vereinsführung überhaupt nicht informiert worden ist. Das gehört sich einfach nicht.“

Die Fortuna monierte als langjähriger Hauptmieter des Stadions einen Rückschlag im Bestreben, die Arena zu einer identitätsstiftenden Heimstätte zu machen. Die heimische Grotenburg in Krefeld erfüllt auch in der kommenden Saison nicht die Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes und wird aktuell umgebaut.

Vertrag mit dem KFC Uerdingen verringert Defizit des Arena-Betreibers

Derzeit trägt der KFC seine Heimspiele im Stadion des Zweitligisten MSV Duisburg aus, dort begrüßte der Tabellenfünfte bislang im Schnitt nur 4107 Zuschauer pro Spiel.

„Wir können durch den vereinbarten Mietpreis weiter das wirtschaftliche Defizit unserer Gesellschaft verringern und die Auslastung der Arena erhöhen. Themen, die unsere Heimmannschaft Fortuna Düsseldorf betreffen – zum Beispiel Termin-Vorrang, Rasenabnutzung oder Branding – werden entsprechend berücksichtigt“, sagte D-Live-Geschäfstführer Michael Brill. (dpa/sid)

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