Frauen-Pokalfinale

Fünfter Pokalsieg in Folge: Die Wölfinnen bezwingen Freiburg

Wolfsburgs Nilla Fischer streckt im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den DFB-Pokal in die Höhe.

Wolfsburgs Nilla Fischer streckt im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den DFB-Pokal in die Höhe.

Foto: dpa

Köln.  Auch 2019 kommt der Sieger im Pokalfinale der Frauen aus Wolfsburg. Der Titelverteidiger besiegt den Final-Debütanten SC Freiburg 1:0.

Köln. Das Konfetti flog auf den Boden und die Wolfsburgerinnen sprangen in die Luft: Der VfL Wolfsburg ist Pokalsieger der Frauen und den Bundesliga-Spitzenreiter störte wenig, dass es der fünfte Titel in Folge war. Gefeiert wurde wie immer.

Popp: "Es war ein schwerer Kampf"

Alexandra Popp wälzte sich in den silberfarbenen Schnipseln, Zsanett Jakabfi träufelte noch einige mehr über ihre Mitspielerin und dann legte sich Kapitänin Nilla Fischer einfach neben Popp. 1:0 (0:0) hieß es im Endspiel gegen den SC Freiburg vor 17.048 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion in Köln, doch bis zum Konfettiregen war es ein harter Weg. Alexandra Popp gab zu: „Es war ein schwerer Kampf.“

Dabei waren die Rollen klar verteilt: Auf der einen Seite der VfL Wolfsburg. Favorit, Fast-Meister der Bundsliga, vor diesem Finale viermaliger Champion in Folge, fünfmaliger Titelträger in Köln insgesamt. Auf der anderen Seite der Außenseiter SC Freiburg. Bundesligasiebter, erstmals im Pokalfinale dabei. Zudem musste das ohnehin verletzungsgeplagte Team auch noch ohne Nationaltorhüterin Merle Frohms (Kapselriss am Finger) auskommen. Die Zeichen sprachen gegen den SC Freiburg. Doch der ließ sich davon nicht beeindrucken.

Die erste Halbzeit war die der Breisgauerinnen, die offensiv ausgerichtet ins Spiel gegangen waren und sich mit feinen Pässen mehrfach vors Wolfsburger Tor gearbeitet hatten. Anja Maike Hegenauers Schuss ging neben das Tor (9.), Sharon Becks Schuss wurde von Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult geklärt (26.) wir auch der Sololauf von Sandra Starke (29.). Wolfsburgs Lena Goeßling schoss kurz vor der Halbzeitpause die dritte Ecke innerhalb weniger Minuten, wieder kam nichts dabei heraus. Erst in der 42. Minute hatte Wolfsburg die erste große Chance zur Führung, als sich Pernille Harder auf der rechten Seite durchsetzte. Doch VfL-Torjägerin Ewa Pajor scheiterte nach der Flanke der dänischen Nationalspielerin mit einem spektakulären Fallrückzieher an der toll reagierenden SC-Ersatzkeeperin Lena Nuding.

Fazit nach 45 Minuten: Wolfsburg war zu harmlos, für den SC Freiburg war das 0:0 zu wenig. „Dass man dieses Niveau nicht 90 Minuten durchhalten kann, ist verständlich“, sollte Freiburgs Trainer Jens Scheuer nach der Partie sagen.

Am Sonntag den Meistertitel holen

Denn die zweiten 45 Minuten gehörten Wolfsburg, die mit ihrem Tor (55.) dafür sorgten, dass es keine zusätzlichen Minuten gab. Der Schuss der Dänin Pernille Harder sprang vom Pfosten vor die Füße von Ewa Pajor, die Polin musste aus kürzester Distanz nur einschieben. Es war der verdiente Treffer des am Ende auch verdienten Siegers. Denn nun drückte Wolfsburg weiter und hätte die Partie nach zahlreichen Chancen von Harder, Caroline Graham Hansen und Pajor sogar noch höher gewinnen können.

„Wir sieht denn nun die Abendplanung aus?“, fragte Torhüterin Almuth Schult ihren Trainer Stephan Lerch. Sie tat es nach dem Spiel, nach dem Konfettiregen und nach den Ehrenrunden. Sie tat es, so dass jeder Journalist im Stadion es hören konnte, nämlich auf der Pressekonferenz, eine Flasche Bier in der Hand haltend. Der Wolfsburger Trainer blieb cool, lächelte und sagte mit einem Augenzwinkern: „Schauen wir mal. Regeneration ist wichtig. Sonntag wollen wir in Hoffenheim die Meisterschaft festmachen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben