Eberl

FC Bayern bemüht sich wohl um Gladbachs Sportdirektor Eberl

Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach.

Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach.

Foto: firo / Sebastian El-Saqqa

Grenchen.  Nach "Sport-Bild"-Informationen bemüht sich der FC Bayern um Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Die Gladbacher verweigerten jeden Kommentar.

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Geboren ist Max Eberl zwar in Bogen, Niederbayern, nahe der Eishockey-Stadt Straubing. Im Herzen allerdings ist der 42-Jährige schon Münchener. In jungen Jahren zog Familie Eberl in die bayerische Metropole. Aus diesem Umstand und aus der Tatsache heraus, dass der einstige Bayern-Profi als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach seit Oktober 2008 hervorragende Arbeit macht, ist das neueste Gerücht im Umlauf. Nach Informationen von "Sport-Bild" sollen sich die Bayern für Eberl als möglichen Nachfolger von Sportvorstand Matthias Sammer interessieren.

Am Wochenende war die Trennung der Bayern von Sammer nach vier Spielzeiten öffentlich geworden. Der Fußball-Europameister von 1996 und Dortmunder Meister-Trainer von 2002 hatte sich mit den Münchenern auf eine Vertragsauflösung verständigt. Vermutlich spielt auch die Erkrankung Sammers aus dem April eine Rolle. Es war eine leichte Durchblutungsstörung im Gehirn festgestellt worden. Sammer war seitdem krankgeschrieben, fühlte sich nach eigener Aussage zuletzt aber wieder fit.

Eberl genießt in der Branche hohes Ansehen

Ob ein Wechsel von Max Eberl nach München realistisch ist? Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte erst am Wochenende erklärt, die Position Sammers würde auf mehrere Schultern verteilt und damit vorerst nicht neu besetzt. Wie das eben seit Sammers Erkrankung bereits gehandhabt wird.

"Es gibt dazu nichts zu sagen", erklärte indes Gladbachs Mediendirektor Markus Aretz am Mittwoch auf dem Weg nach Grenchen/Schweiz, wo am Abend das Uhrencup-Spiel gegen den Schweizer Vizemeister Young Boys Bern steigen sollte, in knapper Form gegenüber dieser Zeitung. Erst kürzlich hat der 42-jährige Eberl seinen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach bis zum 30. Juni 2020 verlängert. Das Team nimmt an der Play-off-Runde zur Champions League im August teil. Im Falle einer Niederlage würden die Schützlinge von Trainer André Schubert in der Europa League starten. Es wäre die vierte internationale Teilnahme für Borussia in den vergangenen fünf Spielzeiten.

Gleichwohl genießt Eberl in der Branche hohes Ansehen. Erst kürzlich gelang ihm mit dem Transfer von Granit Xhaka für 45 Millionen Euro zum FC Arsenal in die Premier League der zweitteuerste Bundesliga-Transfer nach Kevin de Bruyne (für 75 Millionen von Wolfsburg zu Manchester City). Eberl hat vor allem ein Händchen für Talente. Mit Innenverteidiger Andreas Christensen (Leihgabe von FC Chelsea) und dem Deutsch-Syrer Mo Dahoud im defensiven Mittelfeld spielen derzeit zwei begehrte Youngster fest in der Gladbacher Startelf. Auch Leistungssträger wie der Brasilianer Dante oder die Nationalspieler Marco Reus, Christoph Kramer und Max Kruse holte Eberl als große Talente in den Borussia-Park. Die ganz großen Verpflichtungen a la Bayern hat der Sportdirektor am Niederrhein allerdings noch nicht tätigen müssen.

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