1. FC Köln

Kölns neuer Trainer Beierlorzer gibt sich angriffslustig

Achim Beierlorzer.

Achim Beierlorzer.

Köln.  Der 1. FC Köln hat wieder einen neuen Trainer. Diesmal ist es Achim Beierlorzer. Er will den Klub in der Bundesliga etablieren.

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Achim Beierlorzer ist ein folgsamer Mensch. Am vergangenen Sonntag, als er beim Heimspiel gegen Sandhausen zum letzten Mal das Zweitligateam von Jahn Regensburg coachte, gab ihm Gästetrainer Uwe Koschinat nach dem Spiel ein paar Tipps. Ehe er im Oktober 2018 nach Sandhausen wechselte, hatte Koschinat über sieben Jahre Fortuna Köln trainiert. Dank dieser Erfahrungen in der Domstadt brachte er dem Kollegen Beierlorzer bei, dass das Bier in Köln aus Stangen getrunken wird und ein Halve Hahn ein Roggenbrötchen mit Käse ist. Und, laut Koschinat besonders wichtig: Auf die Frage nach dem Saisonziel einfach die Kölner Lebensweisheit ‚Et kütt wie et kütt‘ anbringen. „Dann bist du auf der sicheren Seite.“

Am Donnerstag wurde Achim Beierlorzer nun als neuer Cheftrainer beim frisch in die Bundesliga zurückgekehrten 1. FC Köln vorgestellt, und am Ende der 35-minütigen Fragerunde sagte der 51-jährige Franke prompt: „Et kütt wie et kütt.“ Damit rundete er aber nur sein Grundwissen über die neue Wahlheimat („Ich kenn‘ den Dom und weiß, wie der Rhein verläuft“) ab. Beim Thema, was er mit dem Geißbockklub im Fußball-Oberhaus erreichen wolle, betonte er wider Koschinats Ratschlag dagegen forsch: „Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen und dann schauen, wie viele Spiele noch übrig sind. Das Etablieren soll das kurzfristige Ziel sein.“

Köln muss in der Defensive investieren

Mal eben in der Bundesliga etablieren – dafür müssen die sturmgewaltigen Kölner (Zweitligameister mit 84 Toren) vor allem ihre arg behäbige Defensive aufpolieren. „Wir müssen schon eine gewisse Dynamik dazu holen, das ist kein großes Geheimnis“, weiß Sport-Geschäftsführer Armin Veh. In den zwei Jahren mit Regensburg stresste Beierlorzer die Gegner mit der aggressiven, laufintensiven Spielweise seines Teams jedenfalls regelmäßig – und so sollen es die Kölner auch in der Bundesliga machen. Das zuletzt vom FC praktizierte 4-4-2-System kommt Beierlorzer dabei zu pass. „Die Umschaltmomente nach vorne“, glaubt er, „können eine richtige Waffe für uns werden.“

Diese offensive Grundhaltung will er auch auf die Zusammenarbeit mit seinen FC-erfahrenen und sehr ambitionierten Assistenten André Pawlak und Manfred Schmid übertragen. „Ein Co-Trainer muss denken wie ein Cheftrainer“, sagt Achim Beierlorzer. Zu einer Gemengelage, die Sport-Boss Veh umgehend zu dem kleinen Scherz nutzte: „Vielleicht kann ich mich jetzt ein bisschen zurückziehen und Home Office machen. Weil alles in guten Händen ist.“

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