Kommentar

Mesut Özil und José Mourinho - das würde passen

Kennen sich gut: José Mourinho (l.) und Mesut Özil (r.).

Foto: imago

Kennen sich gut: José Mourinho (l.) und Mesut Özil (r.). Foto: imago

London.  Der Vertrag von Mesut Özil beim FC Arsenal läuft im Sommer 2018 aus. Eine Rückkehr nach Deutschland ist ausgeschlossen. Ein Kommentar.

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Es gibt ein Bild von Mesut Özil, das ihn als kleinen Jungen zeigt. Er hat einen hässlichen und viel zu großen Trainingsanzug an. Er sitzt in einem Fußballkäfig im Gelsenkirchener Ortsteil Bismarck, Olgastraße. Asche, Gitterzaun, zwei kleine Eisentore. Er lächelt. Er träumt von einer großen Karriere als Fußballer.

Özils Vertrag beim FC Arsenal läuft aus

Dieser kleine Junge mit türkischen Wurzeln hat danach die Fußballwelt erobert. Schalke, Bremen, Real Madrid, jetzt Arsenal London. Er wurde 2014 Weltmeister und das alleine müsste doch ausreichen, um den Hochbegabten mit dem feinen linken Fuß in den Olymp der erlesensten Spieler der Welt zu hieven. Aber irgendetwas fehlt.

Am Freitag, in Wembley, war es wieder einmal eindrucksvoll zu bestaunen. Genial seine Pässe aus dem Stand, seine Übersicht, seine Leichtigkeit, mit der er über den Platz zu schweben schien. Aber dann kamen auch die Momente, in denen er sich versteckte, abtauchte, zauderte.

Özils Vertrag beim FC Arsenal läuft im Sommer 2018 aus. Er wird die Gunners verlassen. Ablösefrei. Eine Rückkehr nach Deutschland scheint ausgeschlossen. Favorit ist Manchester United mit Trainer José Mourinho, der Özil in der gemeinsamen Zeit in Madrid als „besten Mittelfeldspieler der Welt“ pries.

Der knallharte Spielerversteher und der geniale Fußball-Zauberer – das würde passen. Und vielleicht kommt Özil dann endlich im Fußball-Olymp an.

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