MSV Duisburg

Cauly Souza ist beim MSV Duisburg ein Dauerbrenner

Sternstunde für Cauly Souza (Mitte): In Bielefeld erzielte der MSV-Profi im September zwei Treffer.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Sternstunde für Cauly Souza (Mitte): In Bielefeld erzielte der MSV-Profi im September zwei Treffer. Foto: Friso Gentsch / dpa

Duisburg.  Cauly Souza stand beim MSV Duisburg bislang in jedem Spiel in der Startelf. Er will dazu beitragen, dass der MSV in Sandhausen punkten kann.

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Cauly Souza dachte unlängst im Zuge der Personalnot im Abwehrbereich darüber nach, ob nicht auch er dazu geeignet sei, beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg als Rechtsverteidiger aufzulaufen. Es würde wohl funktionieren. Aber es muss nicht sein. Am Freitagabend im Spiel beim SV Sandhausen (18.30 Uhr) wird der Brasilianer auf seiner angestammten Flügelposition im Mittelfeld zum Einsatz kommen. Er will dazu beitragen, dass die Zebras ihre Miniserie (fünf Punkte aus den letzten drei Spielen) ausbauen können.

Souzas Gedankenspiele sind gar nicht so abwegig. Der einzige klassische gelernte Außenverteidiger im Kader der Meidericher ist Dan-Patrick Poggenberg – und der spielt nicht einmal mit.

Mit Kevin Wolze, Tugrul Erat, Nico Klotz, Enis Hajri und zuletzt Andreas Wiegel verteidigen Spieler auf den Duisburger Außenbahnen, die ihr Handwerk im Mittelfeld erlernt haben. MSV-Trainer Ilia Gruev verweist gerne auf Daniel Brosinski, den er einst beim MSV zusammen mit dem damaligen Chefcoach Kosta Runjaic erfolgreich umgeschult hatte. „Und der spielt jetzt für Mainz in der Bundesliga“, merkt Gruev mit einer Portion Stolz an.

Souza ist von der Entwicklung nicht überrascht

In Sandhausen wird Souza gemeinsam mit Moritz Stoppelkamp die offensive Flügelzange der Zebras bilden. Auf dieser Position ist der 22-Jährige ein Dauerbrenner. Souza stand bislang in jeder Partie in der Startaufstellung des Aufsteigers. Das mag viele überraschen, die den Neuzugang vom Drittligisten Fortuna Köln im Sommer nicht auf der Rechnung hatten.

Souza selbst – so sagt er jedenfalls – ist von dieser Entwicklung nicht überrascht: „Es war mein Ziel, eine Liga höher Fuß zu fassen.“ Mit dem Erreichten will sich der quirlige Flügelflitzer nicht begnügen: „Ich habe noch weitere Ziele. Ich will mich weiter entwickeln, mehr Vorlagen und mehr Tore erzielen.“ Seinen Galaauftritt hatte Souza beim 4:0-Erfolg in Bielefeld im September, als er zwei Tore beisteuerte. „Es dürfen ruhig noch ein paar hinzukommen“, schmunzelt MSV-Trainer Gruev.

Enis Hajri liegt knapp vorne

Auf der rechten Verteidigerposition hat Gruev am Freitag die Qual der Wahl. Andreas Wiegel lieferte beim 1:1 gegen Union Berlin eine starke Leistung ab. Aber zuvor war Enis Hajri auf dieser Position erfolgreich unterwegs. Der Deutsch-Tunesier dürfte in diesem Rennen die Nase leicht vorne haben. Wegen seiner Statur und der damit verbundenen Kopfball-Stärke.

Es war Wiegels einziger Schwachpunkt im Spiel gegen Union Berlin: Auch wenn Torschütze Toni Leistner bei seinem Kopfballtreffer den Ellbogen gegen Wiegels Kopf gerammt hatte, wäre Hajri in dieser Situation als der robustere Typ vermutlich erfolgreicher gewesen.

Auch bei der Besetzung der zweiten Stürmerposition neben Borys Tashchy muss Gruev zwischen zwei Kandidaten wählen. Es gibt zwar laut Gruev keinen Automatismus, der erfolgreichen Stürmern einen Startplatz garantiert, aber Stanislav Iljutcenko hat nach seinem Ausgleichstreffer gegen Union Berlin wieder bessere Karten als noch vor wenigen Wochen. „Stana darf nun Ansprüche anmelden“, macht Gruev dem Stürmer zumindest Hoffnung.

Die voraussichtliche Aufstellung des MSV:

Tor: Mark Flekken.

Abwehr: Enis Hajri, Dustin Bomheuer, Gerrit Nauber, Kevin Wolze.

Mittelfeld: Cauly Souza, Lukas Fröde, Fabian Schnellhardt, Moritz Stoppelkamp.

Angriff: Borys Tashchy, Stanislav Iljutcenko.

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