MSV Duisburg

Verletzt! Compper und Ben Balla fallen beim MSV Duisburg aus

Marvin Compper (rechts) hat sich eine Wadenverletzung zugezogen. Er fällt für das Spiel gegen Kaiserslautern aus.

Marvin Compper (rechts) hat sich eine Wadenverletzung zugezogen. Er fällt für das Spiel gegen Kaiserslautern aus.

Foto: via www.imago-images.de / imago images/MaBoSport

Duisburg.  Beim Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern muss der MSV Duisburg Ausfälle kompensieren. Trainer Lieberknecht setzt auf Wiedergutmachung.

Torsten Lieberknecht kam am Mittwoch mit 20-minütiger Verspätung zur Pressekonferenz des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg in der Arena. „Entschuldigung. Ich habe die Autobahnen hier echt nicht im Griff“, stöhnte der Trainer der Zebras. Der Coach versprach, den geduldigen Journalisten demnächst Thunfisch-Pizza und Guinness zu spendieren.

Es dürfte kein Problem sein, diese Wiedergutmachung umzusetzen. Dem Zweitliga-Absteiger würde es indes mehr helfen, wenn auch das kickende Personal eine nachhaltige Wiedergutmachung hinbekommen würde. Das ist allerdings weitaus schwieriger, als italienische und irische Speisen aufzutischen. „Wir haben drei Spiele in Folge vergeigt – mit tatkräftiger Hilfe unsererseits. Das ist nicht zu entschuldigen“, fasste Lieberknecht den Frust über die Liga-Niederlagen gegen Meppen und Chemnitz und dem Niederrheinpokal-Fiasko in Velbert zusammen.

Lieberknecht brachte schlechte Nachrichten zur Pressekonferenz mit. Die Befürchtungen, dass Yassin Ben Balla am Freitag für das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht zur Verfügung steht, haben sich bestätigt. Der Mittelfeldspieler hatte sich im Ligaspiel in Chemnitz eine Bänderdehnung im Knie zugezogen. Eine nachhaltige Besserung stellte sich bislang nicht ein.

Ausfälle wiegen beim MSV schwer

Ben Balla war bislang eine ebenso wichtige Stammkraft wie Abwehrchef Marvin Compper. Aber auch der 34-Jährige fällt am Freitag aus. Wie Lieberknecht mitteilte, hat sich Compper am Dienstag im Training eine Verletzung an der Wade zugezogen. Über das Ausmaß der Verletzung und die zu erwartende Ausfallzeit konnte der Coach noch keine Angaben machen.

Marvin Compper, der an der Schmach von Velbert nicht beteiligt war, wollte ebenfalls zur Wiedergutmachung beitragen. „Meine schlechte Leistung im Meppen-Spiel ist nicht mein Anspruch“, gab der frühere „Celtic-Bhoy“ unlängst zu Protokoll.

Die Ausfälle von Ben Balla und Compper wiegen schwer. Beide sind schwer zu ersetzen. Zudem empfahlen sich Spieler aus der zweiten Reihe zuletzt nicht dafür, zeitnah eine tragende Rolle zu spielen.

Option Dreierkette

Trotzdem: Der Trainer muss sich etwas einfallen lassen. In der Innenverteidigung steht mit Vincent Gembalies nur noch ein Backup zur Verfügung. Der 19-Jährige kam in dieser Drittliga-Saison noch nicht zum Einsatz.

Der Coach dachte auch laut über einen Systemwechsel nach. Eine Dreier-Abwehrkette wäre eine Alternative. Allerdings müsste sich der Coach dafür die Erlaubnis von höchster Stelle einholen. Die Klubführung hatte im Sommer per „Dekret“ verordnet, dass gemäß der neuen Spielidee und der proklamierten „neuen Ära“ nur noch ein 4-2-3-1- oder ein 4-4-2-System zu spielen seien. Womöglich würden da die Bosse im Zuge der Not ein Auge zudrücken. Aber: Die Dreierkette ist bei den Zebras aktuell nicht einstudiert.

Eine gute Nachricht brachte Torsten Lieberknecht am Mittwoch aber auch noch mit. Moritz Stoppelkamp hat seine Knieprobleme überwunden. Der Kapitän steht somit für das Kaiserslautern-Spiel am Freitag zur Verfügung.

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