Zwickau

Der FSV Zwickau steht gegen den MSV Duisburg unter Druck

Auf ihn muss der MSV Duisburg am Sonntag beim Gastspiel in Zwickau achten: Stürmer Ronny König (links) erzielte in dieser Saison bislang sechs Treffer für die Sachsen.

Auf ihn muss der MSV Duisburg am Sonntag beim Gastspiel in Zwickau achten: Stürmer Ronny König (links) erzielte in dieser Saison bislang sechs Treffer für die Sachsen.

Foto: Karina Hessland / Getty Images For DFB

Duisburg/Zwickau.  Der FSV Zwickau, nächster Gegner des MSV Duisburg, steckt in der 3. Liga im Abstiegskampf. Wiedersehen mit zwei ehemaligen Duisburgern.

Ronny König und Moritz Stoppelkamp spielten vor zehn Jahren gemeinsam bei Rot-Weiß Oberhausen. Im August letzten Jahres trafen sich die Kollegen von einst wieder. Am Ende war Stoppelkamp deutlich besser gelaunt als König. Der Mittelfeldspieler des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg erzielte beim 3:1-Sieg gegen den FSV Zwickau zwei Treffer.

Das zweite Wiedersehen fällt nun ins Wasser. Am Sonntag gastieren die Zebras in Zwickau – ohne Stoppelkamp. Der Mannschaftskapitän der Zebras verbüßt dann seine Gelbsperre. Traurig darüber sind die Sachsen nicht. Stoppelkamp ist in dieser Saison der überragende Spieler der Meidericher, der aufgrund seiner variablen Spielweise in der Dreier-Offensivkette nur schwer auszuschalten ist. Das haben die gegnerischen Trainer längst erkannt: Eine klassische Manndeckung ergibt da wenig Sinn.

Mit dieser Problematik muss sich FSV-Trainer Joe Enochs nicht befassen – Sorgen hat der US-Amerikaner, der seinen Vertrag erst kürzlich bis 2022 verlängert hat, ohnehin genug. Am vergangenen Montag verlor Zwickau beim Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena mit 1:2 und steckt damit wieder tief im Abstiegskampf. Der FSV belegt aktuell Platz 15, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, den derzeit Aufsteiger Viktoria Köln einnimmt, beträgt nur noch drei Punkte. Die Westsachsen stehen am Sonntag gegen den MSV unter Zugzwang.

Zwickau startete nach der Winterpause zunächst gut in die Liga, siegte in Magdeburg und holte einen Punkt gegen 1860 München. Die Niederlage in Jena warf den FSV wieder zurück. Trainer Enochs ärgerte sich nach dem Ostduell über Abwehrschwächen: „Man muss kein Fußballlehrer sein, um zu erkennen, dass wir das besser verteidigen müssen.“

So wird sich der Coach gegen die torgefährlichste Mannschaft der Liga in der Defensive etwas einfallen lassen müssen. Er hatte erst kurz vor der Winterpause von einer Vierer- auf eine Dreier-Abwehrkette umgestellt. Anfällig waren die Sachsen zuletzt bei Standardsituationen – das ist ausgerechnet die Disziplin, die der MSV derzeit nicht beherrscht. Enochs weiß, dass auf sein Team eine schwere Aufgabe wartet: „Mit Duisburg kommt eine Hausnummer.“

Wegkamp traf im Hinspiel

Zwei Zwickauer treffen auf ihren Ex-Klub. Stürmer Gerrit Wegkamp brachte den FSV im Hinspiel an der Wedau in Führung. Erst seit der Winterpause ist Johannes Dörfler bei den Schwänen am Ball. Der Mittelfeldspieler, der in der Saison 2015/16 bei der U 23 der Zebras am Ball war, schaffte beim SC Paderborn 07 den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft nicht und wechselte auf Leihbasis nach Zwickau.

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