MSV Duisburg

Ein neues Bekenntnis zu Lieberknecht beim MSV Duisburg

MSV-Präsident Ingo Wald (links) stärkte Trainer Torsten Lieberknecht  noch einmal den Rücken.

MSV-Präsident Ingo Wald (links) stärkte Trainer Torsten Lieberknecht noch einmal den Rücken.

Foto: firo/Christopher Neundorf

Duisburg.  Ingo Wald, Präsident des MSV Duisburg, reagiert im Internet auf einen kritischen Medienbericht. „Das sind haltlose Behauptungen“, sagte Wald.

Das Nervenkostüm ist angespannt. Am Montag wollen die Verantwortlichen des MSV Duisburg das Lizenz-Paket für die kommende Saison in der 3. Fußball-Liga fest verschnüren. Bis Dienstag, 17 Uhr, müssen die Unterlagen dem DFB in Frankfurt vorliegen. Am Wochenende ging es um finale Abschlüsse, Unterschriften und um die letzten Gelder, um die Finanzlücke zu schließen.

Das ist in diesen Tagen nicht die einzige Baustelle für MSV-Präsident Ingo Wald. Die Aufarbeitung der abgelaufenen desaströsen Saison beschäftigt weiterhin nicht nur die Funktionsträger. Der Vereinschef sah sich am Freitag genötigt, über die Internetseite des Vereins – wieder einmal – Trainer Torsten Lieberknecht den Rücken zu stärken. Die Bild-Zeitung hatte unter dem Titel „MSV-Aufstand gegen Lieberknecht“ von einer angeblichen „Spielerflucht“ wegen des Trainers berichtet. So bemühe sich laut des Artikels auch Flügelspieler Joseph-Claude Gyau derzeit über seine Berater trotz Vertrages bis 2020 um einen Vereinswechsel.

Gyau verspürt „Tatendrang“

Der MSV Duisburg „antwortete“ mit einem Interview mit Ingo Wald, das am Freitag auf der Internetseite des Vereins erschien. „Das sind haltlose Behauptungen, nirgendwo wird ansatzweise ein Beweis aufgeführt. Wir haben uns zu Torsten Lieberknecht bekannt, und dabei bleibt es“, erklärt der 61-Jährige.

Kurze Zeit später legte der MSV mit einem Beitrag über Joseph-Claude Gyau nach. Der US-Amerikaner verspüre „Tatendrang“ und wolle in der 3. Liga für die Zebras Gas geben. Dass der 26-jährige zuvor einen Eiertanz hingelegt hatte, bis er zu dieser Erkenntnis kam, blieb außen vor. Anfang Mai musste er noch seinen Berater fragen, ob er denn wirklich in der kommenden Saison noch für den MSV spielen werde.

Als zum Jahreswechsel im Netz Kritik an Sportdirektor Ivica Grlic – unter anderem durch die Duisburger Ex-Profis Andreas Voß und Ferry Schmidt – laut geworden war – brach Ingo Wald ebenfalls über die Internetseite des MSV eine Lanze für Grlic. Der Erfolg war allerdings überschaubar: Grlic stand auch in den folgenden Wochen in der Kritik.

Petition für Enis Hajri

Über das Internet kommuniziert auch Abwehrspieler Enis Hajri gerne. Der 36-Jährige, der beim MSV keinen Vertrag mehr erhielt, verabschiedete sich in der vergangenen Woche über das Netz von den MSV-Fans und bedankte sich für „fünf tolle Jahre beim MSV“.

Nach Ansicht einiger Fans soll es bei den fünf Jahren aber nicht bleiben. Der Duisburger Björn Demange, Fußballer beim B-Ligisten SV Duissern – zum 3:0-Sieg über die Turnerschaft Rahm steuerte er am Sonntag einen Treffer bei – startete im Internet unter dem Titel „Enis muss bleiben“ eine Online-Petition. „Es kann und darf nicht sein, dass jemand wie Enis, einer der Besten im Team, was Kampf und Leaderqualitäten angeht, den Verein verlassen muss. Enis hat immer alles für den Verein gegeben und sich voll reingehauen“, begründet Demange seine Aktion.

Die Petition, im Internet zu finden unter www.petitionen.com, startete am Montag vergangener Woche. Bis zum Sonntagabend gab es 828 Unterschriften für einen Verbleib von Enis Hajri beim MSV Duisburg.

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